Angeklagter erscheint nicht

Tour mit geklautem Roller endet vor Gericht

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Werdohl - Auch ein Roller mit nur noch geringer Rest-Nutzungsdauer wird vom Gesetz geschützt. Und wenn schon nicht der Roller, so doch zumindest das Recht seines Eigentümers an seinem Besitz.

Ein Lüdenscheider hatte den Zustand seines Rollers offenbar zum Anlass genommen, diesen gar nicht mehr abzuschließen, als er sich von dem Gefährt entfernte. 

Ein Fehler. Denn diesen Umstand soll ein 42-jähriger Werdohler genutzt haben, um mit dem alten Schätzchen des Lüdenscheiders davonzufahren. Der 42-Jährige musste sich nun vor dem Amtsgericht Altena für diesen Diebstahl verantworten. Da aber auch die Staatsanwaltschaft nach den Ermittlungen nicht sicher war, ob der Werdohler den Roller selbst geklaut oder einem anderen Dieb abgekauft hatte, gab es in der Anklage zwei Straftatbestände: Diebstahl am 25. August 2018 oder Hehlerei, also Ankauf des Rollers, zwischen dem 25. und 29. August 2018. 

Angeklagter erscheint nicht zur Verhandlung

Ob der Angeklagte womöglich sogar unschuldig ist, konnte das Amtsgericht nicht überprüfen: Der 42-Jährige erschien nicht zum Hauptverhandlungstermin. 

Auf schriftlichem Weg geht ihm daher nun ein richterlicher Strafbefehl über eine Haftstrafe von vier Monaten auf Bewährung zu. Dagegen kann sich der 42-Jährige noch wehren – wenn er denn bereit sein sollte, doch noch vor Gericht zu erscheinen. 

Dem altersschwachen Roller soll der Ausflug mit fremdem Fahrer übrigens nicht gut getan haben: Er kehrte nicht mehr zu seinem Eigentümer zurück.

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