243 Tonnen: Erste Kalkung nach Sturm Kyrill

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Die Kalkung der 80 Hektar erfolgte mit dem Helikopter. Insgesamt wurden 243 Tonnen Kalk verbraucht. ▪

WERDOHL ▪ Der Waldboden soll nicht noch saurer werden als eine Zitrone. Um die Auswirkungen durch in Niederschlägen gebundene Abgase zu mindern, kreiste in den vergangen beiden Tagen daher ein Helikopter über den Forstbereich Ludemert. Ausgestreut wurden auf einer Fläche von 80 Hektar insgesamt 243 Tonnen Magnesiumkalk. Zehn Prozent der Kosten in Höhe von 18 000 Euro zahlt der Waldbesitzer, der größte Teil wird vom Land und der EU finanziert.

Der Kalk dient dazu, die Säuren in den Niederschlägen zu neutralisieren – Boden und Bewuchs sollen profitieren. Nachdem in den vergangenen Jahren die Kyrill-Auswirkungen zu meistern waren, rückt jetzt wieder diese Kalkung in den Blick. Nach der Jahrtausendwende hatte Revierförster Frank Bossong die ersten Forstbesitzer von der Bodenschutzkalkung überzeugt. Von den 2000 Hektar Werdohler Forst sind damit nun 800 bis 900 Hektar gekalkt. Mit der jetzt erfolgten ersten Maßnahme dieser Art nach dem großen Sturm wird an einer Quote von 70 bis 80 Prozent gekalkte Fläche gearbeitet. Obwohl die Waldbesitzer nur zehn Prozent bezahlen müssen, weiß Bossong um einen restlichen Anteil, bei dem Besitzer sich nicht dazu bewegen lassen wollen. „Man kann es keinem Waldbesitzer zwangsverordnen.“ Für den Revierförster sind solche Maßnahme mit viel Arbeit verbunden. Vor allem eine Umladefläche, wo der Helikopter beladen werden kann und den die Lastkraftwagen mit dem Streugut erreichen, ist schwierig zu finden. „Durch Kyrill bieten sich hier neue Möglichkeiten.“

Marco Fraune

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