Ein tolles neues Haus für die Feuerwehr in Eveking

Bürgermeister Siegfried Griebsch (l.) hatte zuerst den symbolischen Schlüssel an Stadtbrandinspektor Manfred Theile (r.) übergeben, bevor er endgültig in die Hände des Hausherrn, Löschzugführer Thomas Schape, gelangte.

WERDOHL ▪ „Nein, wir haben keine neue Schützenhalle im Versetal, auch wenn es so aussieht“, sprach Bürgermeister Griebsch bei der feierlichen Übergabe des Gerätehauses Eveking aus, was vielleicht manch einer der 200 Gäste dachte.

Zumindest am Freitagabend konnte dieser Eindruck entstehen, ist die Fahrzeughalle doch für fünf Wagen mit fast 300 Quadratmetern großzügig dimensioniert. Insgesamt gibt es 500 Quadratmeter Nutzfläche, neben der Halle sind noch Werkstatt- und Sozialräume, Haustechnik und Büros vertreten. Der Grundstein wurde im Dezember vergangenen Jahres gelegt, 775 000 Euro wurden verbaut.

Mit Augenmaß geplant

Griebsch dankte dem städtischen Planer Peter Erwig und dem Stadtbrandinspektor Manfred Theile – sie hätten mit Augenmaß geplant, so dass die Kosten im vorgesehenen Rahmen geblieben seien.

Manfred Theile hob die Seltenheit eines solchen Neubaus vor: „Nur wenige Kameraden erleben so etwas während ihrer Dienstzeit.“ Der Neubau sei ein Zugewinn in vielfacher Hinsicht, Platzprobleme gehörten nun endlich der Vergangenheit an.

Löschzugführer Thomas Schape sprach in seiner Rede von einem „großen und wichtigen Moment“. In Zeiten knapper werdender Personalressourcen seien schnelle Ausrückzeiten und verbesserte Ablauforganisation sehr viel wichtiger als früher geworden. Schape zeichnete das Bild eines hochleistungsfähigen und hervorragend ausgebildeten Löschzuges. Neben der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung sind die 29 LZ-Mitglieder in Eveking auch auf die ABC-Gefahrenabwehr vorbereitet. Die Kameradinnen und Kameraden gingen bei manchen Einsätzen an ihre Belastungsgrenzen, und dieses eben freiwillig im besten Sinne für den Nächsten.

Hochleistungsfähiger Zug

An die Männer und Frauen würden hohe psychische und physische Anforderungen bei Bränden und Unfällen gestellt, so Schape. Von daher gehöre auch die Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichtes zum Einsatz dazu. Man müsse über das Erlebte sprechen, der Gemeinschaftssinn werde erhalten und gefördert. Auch dazu biete das neue Gerätehaus beste Voraussetzungen. Bei der zunehmenden Technisierung sei die Wehr eben schon lange viel mehr als nur eine „Feuer“-Wehr.

Grüße von Kreistag und Verwaltung überbrachte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Dieter Grefe, er überreichte einen Teller an Schape. Mit einem ausgefallenen Geschenk bedankten sich die Brandinspektoren Schlotmann und Jacoby von den anderen Löschzügen. Launig und humorig sprach der frühere Stadtbrandmeister Willi Hurst. Gemeinsam mit dem ehemaligen Leiter der Werksfeuerwehr Krupp Brüninghaus, Alfred Binsching, übergab er eine geschnitzte Figur des Hl. Florian.

Von Volker Heyn

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