Historisch bedeutsames Objekt

Tödlicher Brand an Pfingsten: Sachverständiger hat Gebäude untersucht

Werdohl – Die Ursache für den Brand eines Wohnhauses an der Neustadtstraße am Pfingstwochenende, bei dem ein 54-jähriger Mann ums Leben gekommen ist, lässt sich nicht mehr rekonstruieren.

Das teilte die Pressestelle der Polizei auf Anfrage der Redaktion mit. 

Die Polizei hatte einen Brandsachverständigen hinzugezogen, der das Gebäude intensiv untersuchte. Die Ergebnisse liegen mittlerweile vor. „Wir können zumindest einen technischen Defekt als Ursache ausschließen. Mehr hat sich darüber hinaus leider nicht mehr herausfinden lassen“, sagte Pressesprecher Christof Hüls. 

Dachstuhl steht im Vollbrand

Das Feuer war am Morgen des Pfingstsonntag ausgebrochen. Zunächst war die Feuerwehr um 3.48 Uhr nur wegen einer Rauchentwicklung informiert worden, als die ersten Einsatzkräfte wenig später an der Neustadtstraße eintrafen, stand der Dachstuhl allerdings bereits im Vollbrand. Die Wehr aus Werdohl forderte deshalb Unterstützung aus Neuenrade und Nachrodt-Wiblingwerde an. 

Eine Familie, bestehend aus fünf Menschen, konnte von den Feuerwehrkräften direkt aus dem Haus geführt werden. Die restlichen drei Personen suchte die Feuerwehr einige Zeit. Zunächst vermisst blieb dabei der 54-Jährige, der letztlich auch nicht mehr gerettet werden konnte, denn das Feuer hatte seine gesamte Wohnung entzündet. Erst nachdem die Flammen unter Kontrolle waren, gelang es die Leiche aus dem einsturzgefährdeten Gebäude zu bergen. 

Doppelter Löschangriff

Durch einen doppelten Löschangriff von der Neustadtstraße und vom Parkplatz zur Alten Post an der Stadtbücherei konnten die Feuerwehrleute aus Werdohl und Neuenrade die Flammen im Dachstuhl löschen. Die Kräfte der Nachrodter Feuerwehr überflogen das Gebäude immer wieder mit einer Drohne, um die Brandlage einschätzen zu können. Die Feuerwehren verhinderten so ein Übergreifen des Feuers auf die Stadtbücherei und die angrenzenden Gebäude an der Neustadtstraße. 

Der Brand ereignete sich in einem historisch bedeutsamen Gebäude in Werdohl, dem Geburtshaus des Gründers der Vossloh AG. Eduard Vossloh wurde dort am 29. November 1848 geboren. 

Leichnam wurde obduziert

Um die Identität des Toten feststellen zu können, wurden DNA-Vergleichsproben genommen. Nachdem Gerichtsmediziner den Leichnam obduziert und mit den Proben verglichen hatten, stand schließlich fest, dass es sich bei dem Opfer um den 54-jährigen Inhaber der Wohnung, in der das verheerende Feuer ausgebrochen war, handelt

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