TKB-Betriebsräte fordern tragfähiges Konzept

Die Betriebsräte der ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH in Werdohl und Hohenlimburg haben einen gemeinsamen Forderungskatalog aufgestellt.

WERDOHL ▪ Die Betriebsräte der ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH in Werdohl und Hohenlimburg fordern im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung des Werkes Werdohl, dass der Konzern seiner Verantwortung für die betroffenen Arbeitnehmer und der Region gerecht wird.

Der tausendfache Arbeitsplatzverlust in der Region müsse beendet werden, lautet ihre Forderung. Die Arbeitnehmervertreter der beiden Standorte erwarten, „dass in einer gemeinsamen Initiative die Verantwortlichen aus dem Unternehmen und dem Konzern mit den Arbeitnehmern und der Politik an Lösungen arbeiten, die den Interessen der betroffenen Menschen gerecht werden.“ Die Arbeitnehmervertreter fordern außerdem „endlich ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Automobilzulieferaktivität der ThyssenKrupp AG“.

Zu den Kernforderungen der Arbeitnehmervertreter gehören: Keine betriebsbedingten Kündigungen, wohnortnahe Arbeitsplatzangebote, ausreichende Zukunftsinvestitionen, das Aufrechterhalten der Ausbildungskapazitäten, eine nachhaltige Beschäftigung in Hohenlimburg, die Sicherung und der Ausbau der Fertigung in Hohenlimburg, Qualifizierungsmaßnahmen für alle betroffenen Arbeitnehmer, intelligente Arbeitszeitkonzepte, ein Ausbau der Altersteilzeit sowie der Forschung und Entwicklung und schließlich neue Produkte für neue Märkte.

„Die Politik ist aufgefordert den Menschen in der Region durch unterstützende Maßnahmen und klaren Aussagen zur Seite zu stehen. Die Entwicklung in der Region mit ihrem tausendfachen Arbeitsplatzverlust hat dazu beigetragen, dass das soziale Umfeld und die Leistungsfähigkeit der Kommunen Werdohl und Hagen gelitten hat“, so die Betriebsräte. Die Zukunftsfähigkeit einer ganzen Region stehe auf dem Spiel.

Lesen Sie auch:

Werdohl: Keine "verbrannte Erde" bei ThyssenKrupp

Die Arbeitnehmervertreter wollen ihre Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten intensivieren. Dazu sollen regelmäßige gemeinsame Betriebsratssitzungen, eine gemeinsame öffentliche Belegschaftsversammlung und die Zusammenarbeit in Workshops gehören mit dem Ziel, intelligente technische, organisatorische und Personalkonzepte zu erarbeiten. Auch die Gespräche mit der Politik in den Kommunen und dem Land Nordrhein-Westfalen wollen die Betriebsräte intensivieren. Sie erwarten, dass ihre Vorstellungen in einer gemeinsamen „Werdohler Erklärung“ zwischen den Arbeitnehmervertretern der ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH aus den Standorten Werdohl und Hohenlimburg, der IG Metall, der Geschäftsführung und dem Konzern als fester Bestandteil für die zukünftige Zusammenarbeit vereinbart werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare