Tipps für den Sonntagsspaziergang: Neue Serie "Wandern in Werdohl"

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Schon einen Kilometer nach dem Start in Lengelsen eröffnet sich eine schöne Aussicht auf Ütterlingsen. Links ist ganz weit hinten auch das Hochhaus auf der Königsburg zu erkennen.

Werdohl - Wandern liegt im Trend, deshalb stellen wir in einer Serie Wanderungen in und um Werdohl vor, die man innerhalb von anderthalb bis drei Stunden bewältigen kann. In Folge eins die 5,5 Kilometer lange Strecke "An- und Aussichten bei Lengelsen und Harlingsen".

Ein schöner Sonntagsspaziergang von etwa anderthalb Stunden Dauer ist der Rundweg, der von Lengelsen über Harlingsen und um den Beulberg herum wieder nach Lengelsen führt.

Er besticht je nach Jahreszeit mit schönen An- und Aussichten und hat auch einen kurzen anspruchsvollen Abschnitt. Die Wanderung beginnt in Lengelsen, kurz hinter der Brücke, die gegenüber der Auffahrt zur Höllmecke von der B 236 aus über die Lenne führt. Das Auto lässt man entweder an der Bundesstraße stehen oder parkt – möglichst ohne Verkehrsbehinderung – am Ende der Linden-Allee. Von dort geht es zu Fuß weiter in westlicher Richtung, nach etwa 100 Metern überqueren wir die Bahnlinie und halten uns dann sofort links. 

Wir gehen nun geradeaus und nehmen an der nächsten Weggabelung den mittleren Weg, denn links und rechts geht es auf Privatgrundstücke. Manchmal ist der Wanderweg durch Gitter provisorisch abgesperrt, die kann man aber kurz zur Seite schieben und hindurchschlüpfen. 

Eichelhäher verkünden lauthals die Ankunft

Der Weg steigt nun sanft bergan, und wir erreichen den Wald, wo die Eichelhäher den anderen Waldbewohnern unsere Ankunft lauthals verkünden. Bald schon erkennen wir links durch die hohen Fichten die Kläranlage, nach etwa einem Kilometer haben wir links eine schöne Aussicht auf den Werdohler Stadtteil Ütterlingsen. Der Blick geht aber noch weiter: Weiter hinten erkennen wir das Hochhaus auf der Königsburg. 

Knapp 5,5 Kilometer lang ist der Rundweg um den Beulberg bei Lengelsen. 

An der nächsten Weggabelung halten wir uns links und gehen damit zunächst ein wenig bergab. Im weiteren Verlauf bewegen wir uns aber auf gleichbleibendem Höhenniveau, bis wir ausgangs einer scharfen Linkskurve nach rechts auf einen steilen Weg abbiegen, der durch einen Fichtenwald führt. Auf einer Distanz von knapp 100 Metern überwinden wir dort 15 Höhenmeter – ein Anstieg von 16 Prozent, der den Kreislauf gehörig in Schwung bringt. 

Harlingsen ist am Horizont zu erkennen

Oben angekommen, gehen wir noch ein Stück durch Fichtenwald und dann weiter über einen etwas zugewachsenen Weg, der durch das hohe Gras kaum zu erkennen ist. An seinem Ende treten wir auf eine offene Wiese hinaus, die wir bergan überqueren. Am Horizont erkennen wir den Giebel eines Hauses, das wir ansteuern und damit Harlingsen erreichen. 

Von Harlingsen aus erkennt man im Tal Teile des Gewerbegebietes Dresel und weiter links die Schlote der Rauchgasentschwefelungsanlage des stillgelegten Kohlekraftwerks Elverlingsen.

Auf dem Hügel liegt ein Gärtnereibetrieb, den wir aber rechts liegen lassen und stattdessen über einen Schotterweg an den wenigen Häusern vorbeigehen. Nach 200 Metern biegen wir rechts auf einen asphaltierten Weg ab und gehen auf den Bauernhof Heitmann zu. Wir halten uns dort halb rechts und sehen am rechten Wegrand einen Wegweiser mit einem offenen Viereck, dem wir auf den nächsten Kilometern folgen. Nach 50 Metern gabelt sich der Weg, wir bleiben links. Nach wenigen Schritten erblicken wir links im Tal die hohen Schornsteine der Rauchgasentschwefelungsanlage des ehemaligen Kraftwerks Elverlingsen. 

Vorbei an einer Holzofenbäckerei

Wir folgen dem offenen Viereck weiter bis zur zweiten Weggabelung und wenden uns dann nach links und gehen etwa 300 Meter talwärts. Dann biegen wir scharf rechts ab und folgen diesem Weg, bis wir schließlich ein asphaltiertes Sträßchen erreichen: die Verbindung zwischen Husberg und Lengelsen. Wir wenden uns nach rechts und erreichen nach etwa zehn Minuten den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Dabei werfen wir links einen Blick auf das 1916 erbaute und 2011 sanierte Laufwasserkraftwerk Wilhelmsthal inmitten des Naturschutzgebietes Lennestau. Kurz vor dem Ende der Wanderung kommen wir noch an einer Holzofenbäckerei vorbei, wo man dem Bäcker samstags von 7 bis 15 Uhr bei der Arbeit zuschauen kann.

Die Strecke in der Übersicht: Länge: 5,4 Kilometer, Anstiege: 200 Meter, Abstiege: 195 Meter, Gehzeit: etwa 90 Minuten, Schwierigkeitsgrad: leicht, Einkehrmöglichkeit: keine.

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