Tierschutzverein fordert Kastrationspflicht für Katzen

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh (dritte von links) und Mike Kernig von der Sparkasse übergaben einen Spendenscheck über 1500 Euro an den Tierschutzverein.

Werdohl - Für den Tierschutzverein Werdohl-Neuenrade gab es am Mittwoch einen Grund zur Freude: Mike Kernig, Vorstandsmitglied der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, übergab gemeinsam mit Bürgermeisterin Silvia Voßloh an der Auffangstation an der Gildestraße eine Spende in Höhe von 1500 Euro.

Das Geld stammt aus dem Zweckertrag der Sparlotterie. Warum die Spende so wichtig ist, erklärt Petra Klaes, Schriftführerin des Tierschutzvereins: „Besonders dringend benötigen wir momentan Geld, um die Tierarzt-Kosten bezahlen zu können. Alleine die Kastration einer weiblichen Katze kostet 120 Euro. Dazu kommen manchmal Medikamente oder Nachbehandlungen. Manche Katzen müssen auch aus verschiedenen Gründen länger bei uns bleiben. Und Futter und Streu müssen natürlich auch bezahlt werden.“

Wie kostenintensiv die Arbeit des Tierschutzvereins ist wird klar, wenn die Mitglieder von ihren Aufgaben erzählen. „Wir kastrieren ziemlich häufig wilde Katzen, die es auch hier in Werdohl gibt“, erzählt Klaes, wie der Verein versucht die Zahl an streunenden Katzen möglichst gering zu halten.

"Anderswo gibt es diese Verordnung schon"

Spenden helfen dem Verein, die Kosten zu decken. Nachhaltig die Ausgaben senken würde laut Kaes dagegen eine andere Maßnahme: „Wir brauchen in Werdohl dringend eine Kastrationsverordnung. Das heißt, dass Katzenbesitzer ihre Tiere nicht unkastriert ins Freie lassen dürfen. Den Städten ist die Entscheidung darüber freigestellt und anderswo gibt es diese Verordnung schon. Aber hier stoßen wir immer wieder vor eine Wand“, erzählt sie.

Dennoch ist der Verein froh über die Spende. Denn obwohl für jede vermittelte Katze eine Schutzgebühr genommen wird, reiche das Geld längst nicht aus. „Die Schutzgebühr deckt nicht einmal die Kosten einer gesunden Katze“, stellt Brigitte Meinen, Geschäftsführerin des Vereins, klar.

An Wochenenden fehlen die Helfer

Neben Spenden freut sich der Verein immer wieder über ehrenamtliche Helfer, wie Petra Klaes sagt. Etwa 25 seien es momentan. „Morgens kommen die Hausfrauen und abends die Berufstätigen, aber an Wochenenden sind alle bei ihren Familien. Da fehlen uns Helfer.“

Wer die Auffangstation kennenlernen, sich über die Arbeit des Tierschutzvereins informieren oder einfach eine Waffel in Gesellschaft essen möchte, der kann das am Sonntag, 3. Dezember, von 14 bis 16 Uhr beim Tag der offenen Tür in der Auffangstation an der Gildestraße 26 tun.

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