ThyssenKrupp Bilstein: Der Druck zeigt Wirkung

Udo Böhme. Er bewertet den augenblicklichen Stand der Gespräche „gebremst und vorsichtig optimistisch“.

WERDOHL ▪ Mit „gebremstem und vorsichtigem Optimismus“ schaut Udo Böhme, der Vorsitzende des ThyssenKrupp Bilstein-Werkes Werdohl in die Zukunft. Zwar sei die Schließung des Standortes „Im Ohl“ wohl unabwendbar, aber die von den Arbeitnehmervertretern geforderte Unterzeichnung der „Werdohler Erklärung“ durch den Vorstand des Konzerns sei greifbar nahe.

Das zumindest ist die Bewertung, die Udo Böhme und sein Stellvertreter Michael Daub nach einem rund dreistündigen Treffen abgeben, das am Dienstagnachmittag zunächst für Düsseldorf vorgesehen war und dann doch in Essen stattgefunden hat. Auf der Arbeitnehmerseite saßen dabei nicht nur die beiden Vertreter aus Werdohl, sondern darüber hinaus auch der ThyssenKrupp-Konzernbetriebsratsvorsitzende Schlenz und TKB-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Weber; ihnen gegenüber Mitglieder des Vorstandes, die für diese Zusammenkunft den Entwurf einer „Werdohler Erklärung“ vorgelegt hatten.

Die Inhalte dieses Schriftstückes, die von den anwesenden Betriebsräten in Essen „noch nachhaltiger formuliert“ wurden und ausschließlich den Standort Werdohl betreffen, stehen unter dem Oberbegriff „von Arbeit in Arbeit“. Vorrangiges Ziel ist es nach wie vor, die Werdohler Mitarbeiter auf freie Stellen in allen TKB-Werken und auch anderen ThyssenKrupp-Standorten in der näheren Umgebung zu vermitteln.

„All unsere Forderungen sind ohne Veto oder Wenn und Aber vom Vorstand entgegengenommen worden und sollen nun in eine endgültige Fassung gebracht werden“, so Udo Böhme. Der Wille, eine Einigung zu erreichen, sei offenbar vorhanden, und Böhmes persönliche Sicht der Dinge ist: „Der Vorstand will gerne unterschreiben“, der öffentliche Druck habe Wirkung gezeigt, der Konzern wolle aus den Negativschlagzeilen heraus.

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