Osterausflügler besuchen Werdohl

Sarah Schroeder (rechts auf dem Pferd) verbringt gerne ihre Osterferien in Werdohl.

WERDOHL ▪ Mit einem glücklich strahlenden Gesicht sitzt Sarah Schroeder auf der braunen Stute Leila. Zum wiederholten Mal verbringt die junge Frau aus Essen die Ostertage auf dem Ferienhof Repke. Auch andere Werdohler Lokalitäten durften am vergangenen Wochenende viele Gäste von außerhalb begrüßen.

Eine christliche Tradition ist, am Karfreitag Fisch zu essen. Angelehnt daran, lockte das Hotel Dorfkrug mit einem umfangreichen Fischbüfett die Gäste ins Haus. Und die kamen zahlreich. Neben einer Austernstation, Thunfischtatar mit Rucola, gebratenen Scampi und Garnelencocktails erwartete die Besucher eine Auswahl sautierter Edelfische und süßer Leckereien wie Erdbeergazpacho und Eiercognac-Crème-Brulée. „Wir machen alles selbst“, erklärt Karl-Heinz Thun, Eigentümer des Dorfkrugs. Aufgrund zu hoher Personalkosten blieb sein Lokal am Ostersonntag und -montag geschlossen. Die Gäste am Karfreitag seien aus Plettenberg, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Iserlohn gekommen. Zudem quartierten die Werdohler einzelne Familienmitglieder in den Zimmern des Hotels ein. Aber: „Touristen gab es keine“, berichtet Thun.

Das kann Brigitte Möller bestätigen. Bei der Inhaberin des Haus Werdohl kehrten über die Ostertage viele Werdohler ein und ließen sich Spargel, Sauerbraten und Lämmchen schmecken: „Der Zulauf war sehr gut. Touristen waren aber keine dabei.“

Echte Biergartenlaune kam am Karfreitag bei Karsten Moos im AußerhAlp auf. In Decken eingemummelt genossen viele Besucher die Sonne. Zwei größere Familienfeiern und einige Mittagsgäste sorgten für ein volles Haus. „Wir sind sehr zufrieden. Wir waren voll ausgebucht. Es waren teilweise Gäste dabei, die aus Wuppertal und Düsseldorf gekommen sind“, freut sich Karsten Moos über das gute Ostergeschäft.

Familienfeiern standen auch im Versevörder Hof im Mittelpunkt der Ostertage. „Es sind viele ältere Leute zu uns gekommen, die ihre Kinder und Enkelkinder eingeladen haben“, weiß Inhaberin Siegrid Müller zu berichten. Dabei seien jedoch keine Werdohler unter den Gästen gewesen: „Die meisten Besucher kamen aus Dortmund oder Lüdenscheid.“ Aber: „Das Geschäft war schonmal besser. Es ist einfach nicht mehr so viel wie vor ein paar Jahren“, muss Siegrid Müller zugeben.

Über mangelnde Buchungen kann sich Birgit Hurst vom Ferien- und Reiterhof Repke nicht beklagen. Seit Jahrzehnten begibt sie sich mit ihren Feriengästen auf einen Ostermontagmorgenspaziergang: „Das ist schon Tradition.“ Wie die Jahre zuvor, sei der Hof auch in diesem Jahr zur Osterzeit komplett ausgebucht. Erstmals gab es vor dem Spaziergang ein gemeinsames Osterfrühstück mit den Gästen. Im Anschluss begab sich die Gruppe per Geocaching auf Schatzsuche. „Es gibt Gäste, die immer wieder kommen. Die haben dann schon viel gesehen. Da muss man sich eben auch mal etwas Neues einfallen lassen. Deshalb jetzt das Frühstück und das Geocaching“, erklärt Hurst. Insbesondere für die Kinder und Jugendlichen seien die täglichen Ausflüge zu Pferd stets ein voller Erfolg und großer Spaß.

International ging es an Ostern im Restaurant Vier-Jahreszeiten zu. Inhaber Sascha Lavric würzt die Speisekarte seines Restaurants gern mit einer Note seiner kroatischen Wurzeln. Und so servierte er seinen Gästen an den Feiertagen nach kroatischer Tradition Hinterkochschinken mit Meerrettich-Soße. „Es war national und international hier. Die Gäste haben es sehr gut angenommen“, erklärt Lavric. Während am Ostersonntag alle Plätze belegt gewesen seien, sei der Ostermontag ruhiger gewesen. „Das war schade. Es war ein bisschen wenig“, gesteht Lavric. - Jana Peuckert

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