Sauberes Werdohl: Erste Schritte

Er befreit Wälder vom Müll, den andere wegwerfen

Thorsten Lienenkämper sorgt seit Jahresbeginn unter anderem dafür, dass in den Werdohler Wäldern kein Müll herumliegt.
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Thorsten Lienenkämper sorgt seit Jahresbeginn unter anderem dafür, dass in den Werdohler Wäldern kein Müll herumliegt.

„Er ist unsere Allzweckwaffe gegen den Müll“, sagt Bürgermeister Andreas Späinghaus über Thorsten Lienenkämper. Der 39-Jährige ist seit Anfang des Jahres bei der Stadt Werdohl beschäftigt und hat die Aufgabe, die Umwelt sauber zu halten.

Aber nicht nur das, sein Aufgabengebiet beinhaltet auch noch andere Tätigkeiten.

Jemanden einzustellen, der sich in der Gegend rund um Werdohl darum kümmert, dass nicht zu viel Müll in der Landschaft liegt, habe er schon bei seiner Amtsübernahme von Silvia Voßloh Ende Oktober mit seiner Vorgängerin besprochen, berichtet Bürgermeister Späinghaus. „Insofern hat also auch Silvia Voßloh durchaus noch Anteil an dieser Entscheidung“, betont der neue Verwaltungschef im Rathaus.

Enge Zusammenarbeit mit dem Bauhof

Der Mann, der die Idee von einer saubereren Werdohler Umwelt nun in die Tat umsetzen soll, ist Thorsten Lienenkämper. Der gelernte Gärtner ist organisatorisch zwar der Abteilung Schule, Kultur, Sport und Service unter der Leitung von Reinhardt Haarmann zugeordnet, arbeitet aber eng mit dem Baubetriebshof zusammen. „Seit Jahresbeginn habe ich schon einiges an Müll aus dem Wald geholt“, sagt Lienenkämper und zählt auf: „Waschmaschinen, Kühlschränke, Autoreifen und einiges mehr.“ Man merkt: Der Mann nimmt seine Aufgabe, den Müll anderer Leute wegzuräumen, ernst.

Seine Einsatzorte findet Thorsten Lienenkämper oft selbst, denn er unternimmt regelmäßig Kontrollfahrten durch die Wälder, die ja gerade während des Corona-Lockdowns stark frequentiert waren und noch immer sind. Entlang der Spazierwege auf der Brenge sei er zum Beispiel mindestens alle zwei Tage unterwegs, erzählt er.

Große Müllhalde an der Carl-Diem-Straße

Offenbar ist das nötig, denn: „Dort sind die Mülleimer immer voll.“ Lienenkämper leert die Behälter und nimmt bei der Gelegenheit auch Müll mit, der daneben oder ganz woanders gelandet ist.

Eine große Müllhalde sei er auch an der Carl-Diem-Straße zu beseitigen gewesen, berichtet Lienenkämper weiter. Zwei Lkw-Ladungen hätten abgefahren werden müssen. Deshalb habe er die Hilfe des Baubetriebshofes angefordert. Überhaupt könne er sich auf die Unterstützung des Baubetriebshofes verlassen, was aber auch umgekehrt gelte. „Wir arbeiten Hand in Hand“, sagt Lienenkämper und versichert, dass er den Kollegen aus der anderen Abteilung auch helfe, wenn es in der Innenstadt etwas zu tun gebe.

Platzwart am Riesei und in Altenmühle

Zum Aufgabenbereich von Thorsten Lienenkämper gehören neben der Reinhaltung der Natur auch die Sportanlagen am Riesei und in Altenmühle. Dort ist er der neue Platzwart, weshalb die Basis für seine täglichen Einsätze für mehr Sauberkeit auch am Riesei-Stadion liegt.

Für Bürgermeister Späinghaus ist das Engagement Lienenkämpers erst der Anfang in dem Bemühen, Werdohl sauberer zu machen. „Es wird bestimmt auch noch Initiativen seitens der Politik geben“, wartet er, dass sich auch der neue Fachausschuss für Feuerwehrangelegenheiten, öffentliche Sicherheit und Ordnung (Föso) mit dem Thema auseinandersetzen wird.

Müllkippen melden: Wer illegal abgekippten Müll in der Natur findet, kann die Stelle bei der Stadt Werdohl (Katrin Ziese, Tel. 02392 /917241) melden.

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