Theaterspatzen bereiten sich auf Weiberfastnachts-Programm vor

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Für die Theaterspatzen der St. Michael-Gemeinde hat die heiße Probenphase für die Auftritte zur Weiberfastnacht, Grufti-Nacht und am Veilchen-Dienstag begonnen.

Werdohl - Wenn der große Pfarrsaal St. Michael von Mal zu Mal zur Weiberfastnacht schon jeweils ein Jahr im Voraus nahezu ausverkauft ist, dann gibt es nur eine Erklärung dafür: Die Theaterspatzen blasen wieder zur Attacke auf die Lachmuskeln der pappnasenverzierten, bunt behüteten und mit Federboas aufgepeppten Werdohler Frauenwelt.

Da überrascht es keineswegs, dass es diesmal – am 23. Februar – nicht anders sein wird. Die Vorbereitungen für diesen Tag X haben längst begonnen. Schon im Herbst wurde angefangen, die Kostüme zu schneidern und mit den Proben ist schon weit vor Weihnachten begonnen worden. Jetzt ist die heiße Phase eingeläutet.

15 vornehmlich junge Frauen – darunter drei Neuzugänge – werden ihrem Publikum in dieser Sitzung 13 Sketche, Gesangsbeiträge und Tänze präsentieren. Die musikalische Begleitung liegt bei Werner Bürgel am Keyboard. 

Mit ihm „steht und fällt unser Programm“

Er ist schon mehr als 30 Jahre mit von der Partie, wenn im großen Pfarrsaal zur Weiberfastnacht die Post abgeht. Mit ihm, so wissen die Theaterspatzen, „steht und fällt unser Programm“. 

„Spatzen-Express“, so lautet diesmal die Überschrift des Programms, das ab 17 Uhr Fahrt aufnehmen wird und den Zusatz bekommen hat: „Ende offen“. Weit über 35 Jahre ist der große Pfarrsaal St. Michael bereits Schauplatz der närrischen Gala nur für Frauen. 

Seit mehr als drei Jahrzehnten war Brunhilde Legien der Kopf und die treibende Kraft bei den Theaterspatzen. Am 23. Februar hat sie ihren letzten Auftritt – als stumme Bettlerin – und zieht sich dann aus gesundheitlichen und Altersgründen aus dem aktiven Geschehen zurück.

Den Köpfen rund um Brunhilde Legien, der Leiterin der Darsteller-Truppe, ist dabei immer etwas Neues eingefallen. Auch wenn das in nicht ganz einem Monat nicht anders sein wird: Diesmal muss man sich auf Veränderungen einstellen. 

Zwar haben die Theaterspatzen mit Karin Sommer, Christina Orlowski und Dagmar Bachus Verstärkung erhalten, doch gleichzeitig werden drei tragende Säulen das Narrenschiff verlassen – Gudrun Henke, Doris Streuer und auch Brunhilde Legien – sozusagen die Mutter der Schauspieltruppe. 

Die letzte Rolle auf der Bühne

„In meiner allerletzten Rolle auf dieser Bühne spiele ich eine Bettlerin“, verriet sie. „Ich habe keinen Text, sitze auf einer Bank und esse eine Banane“. Mehr soll das Publikum im Vorfeld nicht erfahren – auch nicht über die weiteren Beiträge. Außer: Es werden wieder lokale Themen und Ereignisse humoristisch-närrisch aufgegriffen. 

Ein Auswärtiger darf freilich auf der Speisekarte nicht fehlen: Donald Trump, „denn den haben sie hier alle gefressen“, so die beinahe als Drohung gemeinte Feststellung. 

Übrigens: Es ist durchaus möglich, dass ausgegebene Karten zur Weiberfastnacht nicht in Anspruch genommen werden. Eine Nachfrage im Pfarrbüro wäre da hilfreich. Zudem: Bei der Karnevalsveranstaltung der Gruftis und am Veilchen-Dienstag werden Auszüge des Programms vom 23. Februar zu sehen sein.

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