Gemeindehaus Christuskirche

Teure Deckensanierung: Evangelische Kirchengemeinde muss viel Geld investieren

Aus den Spalten der Holzverkleidung unter den Decken im Gemeindehaus der Christuskirche rieseln Bestandteile der Wärmedämmung heraus.
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Aus den Spalten der Holzverkleidung unter den Decken im Gemeindehaus der Christuskirche rieseln Bestandteile der Wärmedämmung heraus.

Die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl wird viel Geld in ihr Gemeindehaus der Christuskirche investieren müssen. Die Mängel an der Deckenverkleidung in dem 40 Jahre alten Gebäude sind mittlerweile nicht mehr wegzudiskutieren.

Erste Handwerker haben sich die Räume bereits angesehen und Angebote abgegeben. Entschieden ist aber noch nichts.

„Im Gemeindehaus Christuskirche wird demnächst eine notwendige Deckensanierung in beiden Etagen durchgeführt“, teilte Pfarrer Dirk Grzegorek im jüngsten „Hirtenbrief“ an die Gemeinde mit. Diese Baumaßnahme habe Auswirkungen auf eine mögliche Öffnung des Gemeindehauses, führte er weiter aus. Aktuell sei das aber noch nicht klar abzusehen.

Durch die Lücken rieselt die Wärmedämmung

Was ist da los im Gemeindehaus oberhalb der Freiheitstraße? Baukirchmeister Gerd Petersmann klärte auf Nachfrage auf. Die Deckenverkleidung in den Räumen des stadtzentral gelegenen Gemeindehauses sei Anfang der 1980er-Jahre mit Brettern aus Tanne und Fichte als Leistenschalung ausgeführt worden. Durch die Lücken zwischen den Brettern riesele nun die darüber liegende Wärmedämmung aus Glas- oder Steinwolle, schilderte Petersmann das Problem.

Ganz neu ist das Problem nicht, was schon man daran sehen kann, dass im Untergeschoss im Bereich der Kaminecke, wo die Problematik laut Petersmann am deutlichsten zutage trat, bereits ein Stück der Holzdecke mit Rigips verkleidet worden ist. Inzwischen rieselt es aber derart aus den Zimmerdecken, dass die Gemeinde eine Renovierung nicht mehr auf die lange Bank schieben kann. Auch haben sich die Hölzer an einigen Stellen gelöst, was aber eher ein optisches als ein Sicherheitsproblem darstellt.

Installation einer Akustikdecke geplant

Mehrere Handwerker haben sich das Problem mit den rieselnden Decken schon vor Ort angesehen und Lösungsvorschläge ebenso wie Angebote unterbreitet. Es laufe wohl auf die Installation einer Akustikdecke hinaus, sagte Petersmann, dass die Wahl sehr wahrscheinlich auf schallabsorbierende Deckenverkleidung fallen werde. Ganz billig dürfte das für die Gemeinde nicht werden. Petersmann geht davon aus, dass für die Sanierung der 620 Quadratmeter Deckenfläche ein sechsstelliger Betrag aufgewandt werden muss.

Wann die Arbeiten durchgeführt werden, ist auch noch offen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Formulierung von Pfarrer Grzegorek zu verstehen, dass über Auswirkungen auf die Öffnung des Hauses noch keine klare Aussage möglich sei. Baukirchmeister Petersmann geht aber davon aus, dass die Deckensanierung nicht in allen Räumen gleichzeitig stattfinden muss. Beispielsweise könnten die Räume im Erdgeschoss noch genutzt werden, während die Decken im Untergeschoss erneuert werden. So könnte das Gemeindehaus nach dem Ende der Corona-Pandemie von den Gruppen der Gemeinde zumindest teilweise genutzt werden. Die Dauer der Arbeiten schätzt Petersmann auf etwa zehn Wochen.

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