Kostenlose Tests noch bis 11. Oktober

Testzentrum in der Innenstadt: Zukunft ungewiss

Apotheker Kenan Karakas und seine Mitarbeiterin Aga Dulisch in dem Zelt, das der Neuen Apotheke als Corona-Teststelle diente. Karakas hat es erst einmal abgebaut.
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Apotheker Kenan Karakas und seine Mitarbeiterin Aga Dulisch in dem Zelt, das der Neuen Apotheke als Corona-Teststelle diente. Karakas hat es erst einmal abgebaut.

Durch die Einführung der 3G-Regel kommt einem Corona-Test große Bedeutung zu: Wer nicht durch Impfung oder überstandene Infektion gegen das Virus immun ist, benötigt einen negativen Test, um beispielsweise eine Gaststätte besuchen, sich die Haare frisieren lassen oder an einer Veranstaltung teilnehmen zu können.

Die Möglichkeiten, sich in Werdohl testen zu lassen, sind aber seit der Schließung des Testzentrums der Neuen Apotheke in der Innenstadt geringer geworden.

Apotheker Kenan Karaks hat sein Testzentrum zwar nach eigenen Worten erst einmal nur vorübergehend geschlossen. Wann er es wieder öffnen wird, ist aber völlig offen. „Es gibt immer wieder neue Bestimmungen, deshalb warte ich jetzt erst einmal die Entwicklung ab“, sagte er auf Nachfrage.

Lässt sich Teststelle weiterhin wirtschaftlich betreiben?

Die Entscheidung, ob Karakas die Teststelle wieder öffnen wird, hängt aber ganz offensichtlich auch davon ab, ob er sie wirtschaftlich betreiben kann. Nach den derzeitigen Bestimmungen müsse er ein Testzentrum an mindestens 20 Stunden pro Woche und an einem Tag am Wochenende öffnen, erklärte der Apotheker. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, habe er eigens fünf Kräfte eingestellt, die sich um die Testungen gekümmert hätten. „So konnten wir sieben bis acht Tests innerhalb von 15 Minuten durchführen“, sagt Karakas. Dafür habe er unter anderem Studentinnen eingesetzt, die aber nun nicht mehr zur Verfügung stünden. Er müsse also neues Personal rekrutieren.

Doch ob Kenan Karaks das Testzentrum überhaupt wieder öffnet, ist keineswegs gewiss. „Wenn die Nachfrage da ist, können wir das gerne wieder machen“, sagt er zwar, stellt sich aber gleichzeitig die Frage, wie groß die Nachfrage nach Corona-Tests sein wird, wenn die Getesteten sie erst selbst bezahlen müssen. Das soll nach den Plänen der Bundesregierung wohl ab 11. Oktober der Fall sein. Sollte die Nachfrage zurückgehen, wären nach Einschätzung des Apothekers auch 20 Wochenstunden Öffnung nicht mehr angemessen. Die Öffnungszeiten müssten dann reduziert werden. Ob die Gesundheitsbehörden da mitspielen, ist offen.

Bürgermeister bedauert Schließung

Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) bedauert, dass das Testzentrum der Neuen Apotheke vorerst noch geschlossen bleibt. „Ich würde es begrüßen, wenn es wieder geöffnet würde – zumindest so lange, bis die Tests kostenpflichtig werden“, sagte er.

Solange das Testzentrum in der Innenstadt geschlossen ist, bleibt in Werdohl nur das Ifam-Testzentrum am Riesei. Dort kann man sich montags von 8 bis 12 Uhr, dienstags, donnerstags und samstags von 10 bis 13 Uhr sowie mittwochs und freitags von 12 bis 18 Uhr testen lassen.

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