Ab Freitag wird am Riesei getestet

Testlauf der Corona-Teststraße erfolgreich

Kurz vor dem entscheidenden Moment: Kirsten Severin tritt mit einem Teststäbchen in der Hand an das Auto des Testwilligen heran und nimmt wenig später einen Rachen- und einen Nasenabstrich. Mitarbeiterin Kathrin Bartelt im Testhäuschen tunkt später den Abstich in eine Flüssigkeit und gibt davon drei Tropfen auf den Messstreifen.
+
Kurz vor dem entscheidenden Moment: Kirsten Severin tritt mit einem Teststäbchen in der Hand an das Auto des Testwilligen heran und nimmt wenig später einen Rachen- und einen Nasenabstrich. Mitarbeiterin Kathrin Bartelt im Testhäuschen tunkt später den Abstich in eine Flüssigkeit und gibt davon drei Tropfen auf den Messstreifen.

Ab Freitag kann es losgehen mit den anmeldefreien, kostenlosen Schnelltests in Werdohl. Donnerstag war die Teststraße auf dem Parkplatz Riesei für eine Stunde im Probebetrieb, um mit dem Personal die Arbeitsabläufe zu erproben. Testerinnen, Technik und Logistik sind bestens vorbereitet, die Menschen können kommen.

Der Ablauf wird jeder Person mit Schildern und Handzetteln und beim Empfang auch noch persönlich erläutert. Der Parkplatz ist als Einbahnstraße nur aus Richtung altes Hallenbad und Stadionstraße zu befahren, also nur von „oben“. Auch die Straße oberhalb des Parkplatzes ist zur Einbahnstraße erklärt worden, die Siedlung und die Zufahrt zur Albert-Einstein-Gesamtschule von unten ist gewährleistet.

Die Testwilligen fahren mit dem Auto vor und halten an der ersten Holzbude an. Dort wird ein Papier mit Klemmbrett und Kugelschreiber ausgegeben. Persönliche Daten trägt jede Person selber ein, auf dem Blatt wird später auch das Testergebnis (positiv, negativ, ungültig) vermerkt. Es können auch gleich mehrere testwillige Personen in einem Auto vorfahren, es wird auch an den hinteren Seitenscheiben getestet.

Der entscheidende Augenblick

An der nächsten Weihnachtsbude folgt der entscheidende Augenblick: Eine Mitarbeiterin tritt an das Fahrzeug heran und nimmt mit demselben Stäbchen erst einen Rachenabstrich und dann einen Nasenabstrich.

So sieht es aus bei der Einfahrt auf den Parkplatz. Den ersten Abstrich im Testlauf bekam Bürgermeister Andreas Späinghaus.

Danach geht es weiter auf einer der ausgewiesenen Parkboxen. Aussteigen ist dort nur nach Aufforderung erlaubt. Nach etwa 20 Minuten wird man aufgerufen und bekommt das Testergebnis schriftlich ausgehändigt. Ist das Ergebnis negativ, ist man mit möglicher Wartezeit vorher in höchstens 40 Minuten durch die gesamte Prozedur. Bei einem positiven Testergebnis wird man aufgefordert, sich unverzüglich nach Hause in Quarantäne zu begeben.

Positives Ergebnis muss mit PCR-Test verifiziert werden

„Nicht noch erst eben einkaufen“, meint Kirsten Severin vom Ifam-Institut, das in Kooperation mit der Stadt das Testzentrum betreibt. In einem Labor oder beim Hausarzt muss danach unbedingt ein PCR-Test gemacht werden, um das Ergebnis zu verifizieren. Die Mitarbeiterinnen aus dem Testzentrum informieren das Gesundheitsamt über das positive Ergebnis, die Nachverfolgung der Kontakte läuft an.

Die Stadt Werdohl hat durch den Baubetriebshof und die EDV-Abteilung die Voraussetzungen für die Anlage geschaffen, den Testbetrieb leistet das Institut für Arbeitsmedizin aus Neuenrade. Geschäftsführer Moritz Marl betont die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Werdohl. In Plettenberg testet Ifam auf dem Aquamagis-Parkplatz bereits seit vergangener Woche Montag. Ifam rechnet mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab.

In Plettenberg wird schon seit zwölf Tagen getestet

Dass zwischen dem Start des Plettenberger und des Werdohler Testbetriebs zwölf Tage liegen, erklärt Marl. Das Ifam gehört zur Plettenberger Prange-Gruppe, Chef Otto Prange wollte als erstes etwas für seine Heimatstadt tun. Die Logistik auf dem Aquamagis-Parkplatz sei nicht ganz so aufwendig wie auf dem Riesei. Außerdem wollte man erste Erfahrungen in Plettenberg abwarten. Marl: „Vor der Eröffnung des Testzentrums in Plettenberg habe ich schlecht geschlafen, hier in Werdohl bin ich jetzt wesentlich beruhigter.“

Letzte Lagebesprechung mit Moritz Marl, Andreas Voit, Rolf Eigemeier und Kisten Severin vom Institut für Arbeitsmedizin auf dem Parkplatz Riesei.

Und, der wichtigste Grund: Es musste erst neues Personal für die Werdohler Teststraße eingestellt werden. Neun Personen werden für Ifam den Betrieb auf dem Riesei leisten.

Auch der Bürgermeister lässt sich testen

Kirsten Severin ist bei Ifam für das Personal zuständig und testete am Donnerstag selbst die ersten Testwilligen: Bürgermeister Späinghaus und Mitarbeiter des Baubetriebshofes. Dringend gesucht werden beim Institut für Arbeitsmedizin Arzthelferinnen, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute, MTAs oder sogar Podologen, stundenweise oder in Teilzeit. Die Arbeit ist nicht ehrenamtlich.

Personalsuche: Wer im Testbereich arbeiten will, meldet sich unter E-Mail: severin@prange.org.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare