Ausschusssitzung abgesagt

Terminplan für Entscheidung über Feuerwehrhaus durchkreuzt

Auf diesem städtischen Grundstück am Grasacker soll das neue Feuerwehrgerätehaus für die Löschgruppe Stadtmitte gebaut werden.
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Auf diesem städtischen Grundstück am Grasacker soll das neue Feuerwehrgerätehaus für die Löschgruppe Stadtmitte gebaut werden.

Bis Oktober soll im Rathaus die Grundsatzentscheidung darüber fallen, nach welchem Finanzierungsmodell die Stadt Werdohl das neue Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Stadtmitte bauen will. Um diesen Beschluss vorzubereiten, sollte am 6. September der Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung (Föso) tagen. Dessen Sitzung wurde aber abgesagt. Kommt der Terminplan nun ins Wanken?

Werdohl ‒ Die Sitzung sei in Absprache mit dem Ausschussvorsitzenden Thorsten Hänel (WBG) abgesagt worden, weil derzeit noch wichtige Informationen fehlten, um die Entscheidung treffen zu können, erklärte Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) auf Nachfrage. Grund dafür sei, dass ausgerechnet der Hochwassereinsatz der Feuerwehr Mitte Juli der Stadt einen Strich durch die Rechnung gemacht habe.

Ein ursprünglich für den 14. Juli vorgesehener gemeinsamer Gesprächstermin mit der Feuerwehr habe wegen des Hochwassers nicht stattfinden können, teilte der Bürgermeister mit. „Im Rahmen dieses Termins war geplant, über den Standort Stadtmitte hinaus die Gesamtsituation der Feuerwehrstandorte, vorhandene Ansätze und die konkreten Anforderungen an jeden Standort strategisch gemeinsam zu erörtern. Dies ist geboten, weil zeitnah auch an den anderen Standorten großer Handlungsbedarf besteht“, erklärte Späinghaus die geplante Vorgehensweise. Dieser Gesprächstermin solle nun „in Kürze“ nachgeholt und anschließend auch die Föso-Sitzung neu terminiert werden.

Auf den weiteren Ablauf des Verfahrens habe die Verschiebung der Sitzung des Föso-Ausschusses keinen Einfluss, ist der Bürgermeister überzeugt: „Ob wir die Entscheidung nun tatsächlich noch im Oktober oder doch erst im November treffen, spielt keine entscheidende Rolle.“

Zuletzt war die Rede davon gewesen, dass die Stadt bis Oktober entscheiden müsse, ob sie den Bau des Feuerwehrgerätehauses komplett in die eigenen Hände nimmt, ob sie das Projekt einem Generalunternehmer überträgt, oder ob sie es einem Investor überlässt, von dem sie die Immobilie anschließend pachtet. Nur bei Einhaltung dieser Frist sei ein Baubeginn bis Anfang 2023 zu schaffen.

Deshalb will auch der Ausschussvorsitzende Thorsten Hänel darauf pochen, die Sitzung spätestens im Oktober nachzuholen: „Jetzt muss irgendwann einmal Tacheles geredet werden, auch im Interesse der Feuerwehr.“

Auf jeden Fall will sich Bürgermeister Späinghaus bei der Planung des Millionen-Projekts noch zusätzliche externe Hilfe holen. „Zur fachplanerischen beziehungsweise feuerwehrtechnischen Unterstützung steht zukünftig die Kommunal-Agentur NRW zur Verfügung“, sagte er. Das Dienstleistungsunternehmen des Städte- und Gemeindebundes verfüge auch über „hochkompetente Experten“, was die Erstellung von Brandschutzbedarfsplänen angehe, behauptete Späinghaus.

Auch einen solchen Plan, in dem die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und der Bedarf an Brandschutz festgelegt sind, muss Werdohl bis 2023 neu vorlegen.

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