Werdohls neues Hallenbad: Eröffnung rückt in greifbare Nähe

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Bäder-Chef Frank Schlutow (links) im Gespräch mit Pellikaan-Bauleiter Karsten Kurch. Bereits im Mai war erkennbar, dass die Arbeiten schneller als geplant voran gehen.

Werdohl - Es ist es eine Erfolgsgeschichte: Das neue Hallenbad in Ütterlingsen wird deutlich früher fertig als angenommen. Mittlerweile ist auch ziemlich sicher, wann Schwimmer ihre ersten Bahnen in dem Becken ziehen können.

„Der niederländische Generalunternehmer Pellikaan liegt fünf Monate vor dem Zeitplan“, stellt Bäderbetriebe-Geschäftsführer Frank Schlutow fest. Doch die heimischen Vereine, SV 08 und DLRG, hängen in der Luft: Es gibt noch immer keine Informationen darüber, wann das neue Bad öffnet – oder, ob das Hallenbad am Riesei ein letztes Mal ins Spiel kommt. Unklar ist auch, wie es für sie in der Übergangszeit weitergeht, wenn das Freibad geschlossen ist.

Auch die Leiterinnen der Werdohler Grundschulen wissen nicht, wann sie wieder regelmäßig Schwimmunterricht anbieten können. Und die Stammbadegäste warten ebenfalls auf die Bekanntgabe von Terminen.

Bau-Zeitplan unterschritten

Dabei ist seit Mai absehbar, dass der Bau-Zeitplan deutlich unterschritten wird. Und vor mehr als einem Monat haben wir berichtet, dass das Anschwimmen für Oktober geplant sei.

Das wollte Frank Schlutow aber weder bestätigen noch dementieren. „Das Bad wird voraussichtlich Ende September, Anfang Oktober fertig“, stellt der Stadtwerke-Geschäftsführer fest. Weitere Details wolle er erst nach der Sitzung des Aufsichtsrates bekannt geben, die für den kommenden Dienstag, 17. September, geplant sei. Nach Informationen der Redaktion öffnet das neue Hallenbad am 28. Oktober.

Freibad ist noch geöffnet

Aktuell ist das Ütterlingser Freibad noch geöffnet. Üblicherweise schließt es sofort, nachdem der Werdohler Schwimmverein im September dort sein Internationales Schwimmfest veranstaltet hat. „Wir müssen aber sehen, wie lange das energetisch noch Sinn macht“, sagt Schlutow mit Blick auf die Außentemperaturen, die nachts mitunter auch schon deutlich unterhalb der 10-Grad-Marke liegen. 

Hinzu kommt, dass es jetzt nur noch hart gesottene Schwimmer längere Zeit im Freibad-Wasser aushalten. „Besonders den kleineren Kindern ist es einfach zu kalt, sie halten nicht lange durch“, erklärt Peter Guder vom Werdohler Schwimmverein.

Schwimmer trainieren auswärts

Der SV 08 habe die Information erhalten, dass das Hallenbad nach den Herbstferien auf jeden Fall zur Verfügung stehe. Um die Zeit bis zu diesem Termin überbrücken zu können, haben die Aktiven jetzt benachbarte Vereine angesprochen und um Hilfe gebeten: „Wir teilen unsere Gruppen auf, damit sie beispielsweise in Finnentrop, Dahle und Plettenberg zumindest eingeschränkt weiter trainieren können“, berichtet Guder.

Die DLRG-Ortsgruppe Werdohl wird ihr Training unterbrechen, sobald das Freibad geschlossen wird. „Die Größeren werden in dieser Zeit wohl Theorie büffeln und das Vereinsheim auf Vordermann bringen“, sagt der Vorsitzender Andreas Conrad. Auch er unterstreicht, dass es insbesondere für die kleineren Kinder im Freibad inzwischen langsam „zu frisch“ sei.

Schulschwimmen fällt aus

Die Leiterinnen der Werdohler Grundschulen hoffen, dass den Schulen das neue Hallenbad nach den Herbstferien zur Verfügung steht. Für die Mädchen und Jungen der katholischen Grundschule St. Michael ist das Schwimmen momentan gestrichen – auch, weil es noch keine passende Busverbindung nach Ütterlingsen gibt.

Das gilt auch für die Kinder, die in Kleinhammer zur Schule gehen. „Insbesondere mit Nichtschwimmern macht es keinen Sinn ins Freibad zu gehen“, hieß es dort. Die Kinder, die die Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen besuchen, dürfen dagegen auch jetzt noch ab und zu ins Becken: „Aber natürlich nur, wenn es nicht zu kalt ist“, unterstreicht Schulleiterin Britta Schwarze.

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