Tanzworkshops für Mika Schnabel im JBZ

Viel Spaß hatten die Mädchen beim ersten Workshop mit Denise. Erst wurden Schritte und Bewegungen ohne Musik einstudiert, dann ging es richtig los. Auch Hip-Hiop und Breakdance boten Fresh and Funky am Samstag im JBZ an. - Fotos: Goor-Schotten

WERDOHL - Den 17-jährigen Mika Schnabel aus Neuenrade kennen Ahmet, Denise, Jonas und die anderen Tänzer der Gruppe Fresh and Funky nicht persönlich. Von dem Schicksal des an Leukämie erkrankten jungen Mannes haben sie jedoch vor allem über Facebook viel erfahren. Und es hat sie sehr berührt. Die vielen Aktionen überall im Kreis zur Unterstützung der Typisierungsaktion haben die jungen Leute aus Werdohl und Lüdenscheid so beeindruckt, dass sie auch etwas tun wollten.

„Alle helfen mit dem, was sie können. Wir können tanzen“, meinte dazu am Samstag Ahmet Malci, „Chef“ der Truppe, im Jugend- und Bürgerzentrum (JBZ) an der Schulstraße. Dort hat die Erfolgsgeschichte der Tanzgruppe im Jahre 2001 ihren Anfang genommen, dort haben die jungen Leute noch immer ihre Heimat. Da lag es nahe, eine Hilfsaktion mit der aktuellen Umgestaltung der Räume zu verbinden (wir berichteten). Der Tag der offenen Tür im JBZ wurde zum Workshoptag mit Fresh and Funky.

Während im Keller die Fußballfans das Ruhrgebietsderby zwischen Schalke und Dortmund verfolgten und musikbegeisterte Mädels einen Blick ins Tonstudio warfen, wurden eine Etage höher Choreographien einstudiert. Kindertanz, Hip-Hop, Breakdance und Zumba – jeder JBZ-Besucher konnte seine Richtung finden. Für eine 5 Euro-Spende zugunsten von Mika Schnabel war man dabei.

Auch für den Kuchen hatten die Mitglieder von Fresh and Funky gesorgt. Den hatten zum Teil die Eltern beigesteuert, von denen zahlreiche vorbeischauten und stolz das Engagement ihrer Kinder beobachteten.

Stadtjugendpfleger Michael Tauscher war von der Idee von Anfang an begeistert: „Das zeigt, dass Jugendliche auch für andere Jugendliche etwas tun können.“ Fresh and Funky ist ohnehin ein fester Aktivposten im insgesamt gut angenommenen JBZ-Angebot, denn die jungen Leute leben ihre Tanzbegeisterung nicht nur selbst, sondern haben sie in unzähligen Kursen auch schon vielen Kindern vermittelt – über den Tag der offenen Tür hinaus und trotz zunehmender Bekanntheit. Auch am Samstag ging es abends noch für einen Auftritt nach Köln.

Ein weiterer Termin für den kommenden Sonntag steht ebenfalls fest. „Da fährt die ganze Truppe, fast 20 Leute, zur Typisierungsaktion nach Neuenrade“, meint Ahmet Malci.Von Hildegard Goor-Schotten

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