Schulhofeinweihung in Ütterlingsen

Mit dem Lied „Wir sind Kinder einer Welt“ zogen die Erst- und Zweitklässler in die Turnhalle ein. - Foto: Peuckert

Werdohl -  Mit einem bunten Programm aus Tanz, Liedbeiträgen und Vorspielen wurde am Freitag der neu gestaltete Schulhof der Grundschule Ütterlingsen eingeweiht. Neben zahlreichen Eltern sowie ehemaligen und künftigen Schülern hatten sich auch Vertreter aus Rat und Verwaltung zur Feier eingefunden.

Klettergerüste, Rutschen, Balancierbalken und eine Schaukel – die Neugestaltung des Schulhofs „kann sich sehen lassen“, erklärte Werdohls Bürgermeister Siegfried Griebsch. Er hatte zunächst versucht, sich auf dem Schulhof Gehör für seine Begrüßung zu verschaffen. Da aber viel mehr Besucher gekommen waren, als gedacht, verlegte Schulleiterin Britta Schwarze den Auftakt zur Feier kurzerhand in die Turnhalle.

Dort dankte Griebsch den engagierten Eltern, Lehrern und Schülern für die Unterstützung bei der Umsetzung der Neugestaltung. Er betonte, dass die Schule für Ütterlingsen ein unverzichtbarer Bestandteil sei. „Eine starke Gemeinschaft, das ist die Martin-Luther-Grundschule“, erklärte der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Volker Oßenberg. Alles habe mit Euphorie begonnen. Was folgte, sei viel Arbeit gewesen. Letztlich sei viel Geduld erforderlich gewesen, bis das Ziel, der neue Schulhof, schließlich erreicht worden sei. „Die Zeit hat alle zusammengeschweißt und gezeigt, was in der Schule steckt: engagierte Eltern und Lehrer“, so Oßenberg weiter. Leider wisse nicht jeder die Arbeit zu schätzen. Immer wieder sei es bereits während der Bauphase zu Vandalismus gekommen. Auch jetzt würden regelmäßig Scherben und Flaschen auf dem Schulhof liegen. Oßenberg appellierte an die Anwohner, ein Auge auf die Anlage zu haben.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung präsentierten unter anderem die Kinder der ersten und zweiten Klassen das Lied „Wir sind Kinder einer Welt“. Passend dazu hielten sie mit großen Fahnen Einzug in die Halle. Der Schulchor gab eine Kostprobe des am Mittwoch vorgeführten Musicals „Der falsche Ritter“ zum Besten, wofür es viel Applaus gab. Für Begeisterung sorgte auch eine Tanzdarbietung der Klasse 4a. Einige Mädchen hatten sich zu Carly Rae Jepsens Lied „Call Me Maybe“ eigenständig Schrittkombinationen ausgedacht.

Dass der neue Schulhof nicht nur Spaß, sondern auch einige Probleme mitbringt, stellten die dritten und vierten Klassen in kleinen Vorspielen dar. Sie zeigten Szenen, wie sie sich täglich auf Schulhöfen abspielen können. Vom Streit am Schwebebalken über das Klauen einer Mütze bis zum Ausgrenzen von Schülern war alles dabei.

Zur Lösung der Schwierigkeiten stellten die Schüler ihre Pausenengel vor. Dabei handelt es sich um Mädchen und Jungen, die während der Pausen patrouillieren, auf die Sicherheit an den Spielgeräten achten und Streitigkeiten schlichten. Zu erkennen sind die Engel an gelben Westen. Pro Pause sind fünf von ihnen im Einsatz. Zusätzlich zu den Pausenengeln soll eine Pausenordnung für Sicherheit und Frieden auf dem Schulhof sorgen. Sie schreibt zum Beispiel vor, dass jeweils nur vier Kinder schaukeln dürfen. Damit jeder mal drankommt, wird die Zeit mit der Sanduhr gestoppt. Bei den Rutschen gilt: Nur vorwärts auf dem Po, nicht auf Jacken oder Taschen. Ein Einstieg von der Seite ist verboten. Beim Baumhaus darf nur in eine Richtung geklettert werden.

Von Jana Peuckert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare