Talentsichtung in der Gesamtschule

Vertreter der Bezirksregierung, des Westdeutschen Volleyballverbandes, vom TuS Versetal und Schule sowie Stadt waren gestern bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Die Albert-Einstein-Gesamtschule und die Volleyballabteilung des TuS Versetal haben gestern offiziell eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Ziel der Zusammenarbeit ist es unter anderem, durch die Verzahnung von Schule und Verein die Sportart Volleyball zu stärken.

Als „Partnerschule des Westdeutschen Volleballverbandes“ wollen Leiter Heinz Rohe und seine Kollegen bei der Talentsichtung und -förderung mitwirken.

Die schon bestehende Kooperation wird damit ausgebaut und zugleich vertraglich untermauert. Zur Unterzeichnung kamen gestern eigens Dr. Rainer Fiesel von der Bezirksregierung Arnsberg, der Vizepräsident des Westdeutschen Volleyballverbandes, Hans Schlecht, sowie Vertreter von Schule, Verein und Stadt zusammen. Dabei wurde die für alle Seiten glückliche Situation hervorgehoben, dass mit Falk Metzler ein Lehrer zugleich Vereinstrainer beim TuS Versetal ist.

Als „eine Maßnahme, die sehr hoch angesiedelt ist“ bezeichnete der Vizepräsident des Westdeutschen Volleyballverbandes die Kooperationsvereinbarung. Schlecht sicherte daher auch Unterstützung zu, wie durch Lehrerfortbildungen. „Der Verband steht hilfreich zur Seite.“

Die Bezirksregierung freut sich zwar ebenfalls über die Zusammenarbeit von Schule und Verein. Dr. Fiesel schränkte aber ein, dass keine Entlastungsstunden für die Lehrer möglich seien, womit Schulleiter Heinz Rohe auch nicht gerechnet hatte. „Ich bin Realist. Man muss das unabhängig davon realisieren.“ Dennoch sieht er auch die Vorzüge der gesteigerten Attraktivität seiner Schule. „Natürlich ist das auch eine Münze im Wettbewerbsmarkt der Schulen.“

Es gelte, dass Ganztagsunterricht und die Vereine zusammenfinden. So gibt es neben der nun vertraglich definierten Zusammenarbeit schon bestehende Kooperationen im Bereich Handball, Fußball und Leichtathletik. „Wir sind noch offen für weitere“, setzt Rohe auf eine Angebotsvielfalt.

Die Vereine sehen in Kooperationen den Weg, Nachwuchs in die eigenen Mannschaften zu holen. Manfred Klein, Vorsitzender der Abteilung Volleyball beim TuS Versetal, hat daher nicht nur Verstärkung des Damenvolleyballs im Blick, sondern hofft auf eine Wiederbelebung der Männermannschaft. „Wir versuchen das zu stemmen mit dem Hauptverein“, blickt er auf voraussichtliche Mehrarbeit.

Obwohl bei dem Volleyballangebot in der Schule die Talentsichtung ein wichtiger Punkt ist, hebt der Vertreter der Bezirksregierung noch einen anderen Aspekt hervor. „Wir brauchen auch soziale Talente.“ Übersetzt heißt dies, dass sich Sportler finden sollen, die auch später noch für den Verein in der Sporthalle aktiv sind – in welcher Form auch immer.

Begonnen wird die Sichtung von Talenten im nächsten Schuljahr bereits in Grundschulen, wobei Königsburg-Kleinhammer schon die Mitwirkung zugesagt hat. Die „balltalentierten Kinder“, wie die Schul-Sportfachvorsitzende Renate Bremer sie bezeichnet, sollen dann später in der Volleyball-AG gefördert werden. ▪ Marco Fraune

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