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Tafeln für Osteuropa: Werdohler Grundschulen spenden ausrangiertes Inventar

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Von: Markus Wilczek

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Mit einem großen Lastwagen kam Eugen Falk (Zweiter von rechts), Leiter des Missionswerks „Das tägliche Brot“, mit vier Helfern nach Werdohl, um die Tafeln abzuholen.
Mit einem großen Lastwagen kam Eugen Falk (Zweiter von rechts), Leiter des Missionswerks „Das tägliche Brot“, mit vier Helfern nach Werdohl, um die Tafeln abzuholen. © Schwarze, Britta

In den Werdohler Grundschulen hält im Laufe dieses Schuljahrs die Digitalisierung Einzug. Die Kreidetafeln in den Klassenräumen haben ausgedient und werden durch digitale Tafeln, sogenannte Smartboards, ersetzt.

Auf dem Müll landen die Kreidetafeln allerdings nicht, sie sollen auch weiterhin ein Hilfsmittel sein, um Schüler beim Lernen zu unterstützen – künftig dann in Osteuropa.

„Weil die bisher genutzten Tafeln jährlich gewartet wurden und komplett funktionstüchtig sind, sollten diese nicht einfach entsorgt werden“, sagt Britta Schwarze, Leiterin der Evangelischen Martin-Luther-Grundschule, dass sich die Stadt als Schulträger und die Leiterinnen der heimischen Grundschulen schnell einig waren.

Suche nach einer Organisation

Entsprechend wurde nach einer Organisation gesucht, die an diesem schulischen Zubehör interessiert ist und dieses auch zu Schulen transportieren kann, die die Tafeln benötigen. Mit dem Missionswerk „Das tägliche Brot“ war diese Organisation nach einigen Telefonaten gefunden. „Es handelt sich um ein christliches Missionswerk, das sich bemüht, vor allem in Ländern wie der Ukraine, Moldawien, Weißrussland, Kirgistan und Georgien den Menschen das tägliche Leben leichter zu machen“, erzählt Schwarze. Alle Mitarbeiter seien ehrenamtlich tätig und nutzten ihre Urlaubstage und freie Stunden, um diese Projekte zu realisieren. „Vor Ort werden die Hilfsgüter direkt an die Hilfsbedürftigen verteilt“, so Schwarze.

Nachdem die Kreidetafeln in allen Klassenräumen abmontiert worden waren, kam in dieser Woche Eugen Falk, Leiter des Missionswerk, mit weiteren Helfern und einem großen Truck nach Werdohl, um die Tafeln abzuholen. „Mit dem nächsten Transport gehen die Tafeln nach Osteuropa, werden dort direkt bei den Schulen ausgeladen und montiert“, so Schwarze.

Neue Boards können nicht montiert werden

Die neuen Smartboards können in den heimischen Klassenräumen übrigens weiterhin nicht genutzt werden, weil die für die Montage erforderlichen Lieferungen derzeit nicht lieferbar sind. Deshalb müssen sich Schüler und Lehrer wohl noch einige Wochen mit Whiteboards behelfen. Diese Tafeln sind zwar alles andere als digital, können aber zumindest mit speziellen Filzstiften beschrieben werden.

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