Erinnerung an KAE-Haltestelle

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Peter Rittinghaus, Andreas Späinghaus und Matthias Wershoven von der Werdohler SPD stellten gestern die neueste Tafel des Werdohler Geschichtspfads vor.

WERDOHL ▪ Der Schnapsbrücke ist eine Tafel gewidmet, ebenso wie den Ruhrwiesen, dem Kirchhof und den Villen Brüninghaus. Der Werdohler Geschichtspfad umfasst 14 Tafeln, die neueste steht an der Hauptstraße in Eveking und erinnert an die Güterabfertigung Eveking I.

Von Simone Benninghaus

Die Tafeln mit Informationen zu bedeutsamen und prägnanten Stellen oder Gebäuden sind im Stadtgebiet an Orten zu finden, die für Werdohl einen historischen Hintergrund haben.

Eingeweiht wurde der Geschichtspfad im Jahr 2001 anlässlich der 900-Jahrfeier der Stadt. Er ist ein Geschenk der Werdohler SPD an die Bürger der Stadt. Die ersten 12 Tafeln entstanden unter der Regie der damaligen stellvertretenden Bürgermeisterin Regine Kneist und Udo Böhme.

„Unsere Idee war schon damals, dass der Geschichtspfad immer weiter wachsen soll“, so der Vorsitzende des Werdohler SPD-Ortsvereins, Andreas Späinghaus.

Mit der neuesten Tafel in Eveking wird nun an die Güterabfertigung Eveking I erinnert. Auf der Tafel sind neben Fotos auch historische Informationen enthalten, zum Beispiel, dass es bei der Eröffnung der KAE-Strecke Werdohl-Augustenthal im Jahr 1887 noch kein Stationsgebäude gab. Die Fahrkarten wurden daher in der Gaststätte Buckhage verkauft. Erst 1912 wurden die Pläne zum Bau eines Stationsgebäudes vorgelegt. Dieses Gebäude erhielt auch eine Rampe, die Güterabfertigung.

Das alte Haus, das in seiner Bauweise die Lenne überquerte und dadurch auch prägnant war, wurde im vergangenen Jahr schließlich abgerissen. „Glücklicherweise“, wie Andreas Späinghaus und Fraktionsvorsitzender Matthias Wershoven gestern bei der Vorstellung der neuen Geschichtstafel betonten. Verschiedene Besitzer hätten versucht, das alte Haus zu restaurieren, aufgrund seiner maroden Substanz sei dies aber nicht möglich gewesen. Mit Hilfe des Landesförderprogramms „Knef“ für Gewässer konnte die Verse in diesem Bereich renaturiert werden.

Der Werdohler Geschichtspfad, der auch auf der Homepage der Stadt (http://www.werdohl.de) beschrieben wird, soll auch in Zukunft erweitert werden. „Wer Ideen und Vorschläge zu prägnanten Orten hat, kann sich gerne an den SPD-Ortsverein wenden“, so Späinghaus.

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