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Täglich große Zahl an Ein- und Auspendlern: Verkehrschaos trifft viele Berufstätige

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Von: Carla Witt

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Die Zahl der Werdohler Ein- und Auspendler hielt sich im vergangenen Jahr die Waage. 4889 Menschen fuhren zur Arbeit in eine andere Stadt, 4782 kamen zur Arbeit nach Werdohl.
Die Zahl der Werdohler Ein- und Auspendler hielt sich im vergangenen Jahr die Waage. 4889 Menschen fuhren zur Arbeit in eine andere Stadt, 4782 kamen zur Arbeit nach Werdohl. © IT.NRW

Die Sperrung der Autobahn 45, der Bundesstraße 236 und zahlreiche Baustellen in der Nachbarschaft machen insbesondere den Menschen zu schaffen, die sich regelmäßig ins Auto setzen müssen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu fahren.

Werdohl/Neuenrade – Und deren Anzahl hat sich 2020 im Vergleich zu 2019 kaum verändert – trotz der coronabedingten Bemühungen, mehr Menschen die Arbeit aus dem Homeoffice zu ermöglichen.

4889 Menschen (58,3 Prozent der erwerbstätigen Werdohler) pendelten im Jahr 2020 von Werdohl aus in eine andere Stadt, um dort ihrer Beschäftigung nachzugehen. 2019 waren es nach Angaben des Landesbetriebs IT.NRW noch 4971 (57,8 Prozent). Die Zahl der Einpendler ist ebenfalls geringfügig gesunken. Laut Statistik kamen 2020 noch 4782 (57,7 Prozent der in Werdohl Erwerbstätigen) Einpendler in die Stadt an Lenne und Verse. Ein Jahr zuvor waren es 4884 (57,4 Prozent).

Die meisten Einpendler kamen im vergangenen Jahr aus Neunrade (868), dicht gefolgt von Einpendlern aus Lüdenscheid (828). 506 Plettenberger und 472 Altenaer fuhren nach Werdohl zur Arbeit. 235 Einpendler kamen aus Iserlohn. Weitere aus Balve (186), Hagen (165), Herscheid (152), Dortmund (145) und Nachrodt-Wiblingwerde (103).

Das Ziel der meisten Auspendler (1506) war die Stadt Lüdenscheid. 859 Werdohler fuhren in die Nachbarstadt Plettenberg, um dort zu arbeiten, 536 nach Neuenrade und 325 nach Altena. Besonders lang war der Arbeitsweg für die 176 Werdohler, die ihrer Beschäftigung in Hagen nachgingen. Laut IT.NRW pendelten weitere Werdohler nach Iserlohn (163), Dortmund (137), Balve (68) und Meinerzhagen (60).

Weniger Einwohner – Tagesbevölkerung schrumpft

Stellt man die Zahlen der Ein- und Auspendler gegenüber, kann die sogenannte Tagesbevölkerung ermittelt werden. Diese gibt IT.NRW in Werdohl für 2020 mit 17 572 Menschen an – bei einer Gesamteinwohnerzahl von 17 679 Menschen. 2019 wurden tagsüber in der Stadt noch 17 679 Menschen gezählt (17 762 Einwohner).

Auch in Neuenrade ist die Tagesbevölkerung geschrumpft, allerdings geringfügig: Von 10 862 Menschen im Jahr 2019 auf 10 832 im vergangenen Jahr. Die Einwohnerzahl sank laut Statistik dort ebenfalls: von 11962 Menschen im Jahr 2019 auf 11863 Menschen im vergangenen Jahr.

Während sich in Werdohl die Zahl der Ein- und Auspendler in etwa die Waage hält, haben die Statistiker 2020 in Neuenrade deutlich mehr Auspendler gezählt: 3767 Menschen (61,6 Prozent der erwerbstätigen Neuenrader) arbeiten nicht am Wohnort, 2736 Männer und Frauen (53,8 Prozent der in der Hönnestadt Erwerbstätigen) kommen nach Neuenrade, um dort zu arbeiten.

2019 war das Verhältnis zwischen Ein- und Auspendlern ähnlich: Es gab 2728 Einpendler (53,2 Prozent) und 3828 Auspendler (61,5 Prozent).

667 Balver fuhren nach Neuenrade zur Arbeit, 536 Einpendler kamen aus Werdohl, 204 aus Altena, 192 aus Plettenberg und 191 aus Sundern. Weitere Einpendler kamen aus Lüdenscheid (171), Menden (129), Iserlohn (123), Hemer (84) und aus Arnsberg (54).

Der größte Teil der Neuenrader, die regelmäßig zwischen Arbeitsplatz und Wohnort pendeln, fuhr in die Nachbarstadt Werdohl (868). Das Ziel von 590 weiteren Auspendlern war die Stadt Plettenberg. 558 Neuenrader fuhren zur Arbeit nach Lüdenscheid, 284 nach Altena und 267 nach Balve. Weitere Ziele der Neuenrader Pendler waren außerdem Iserlohn (145), Sundern (89), Hagen (78), Hemer (72) und Arnsberg (54).

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