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Suche nach Geldquellen: Stadt stellt Fördermanager ein

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Von: Volker Heyn

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Bei Fördermitteln möchte die Stadt künftig häufiger und umfangreicher zum Zug kommen. Dafür sorgen soll ein Fördermanager.
Bei Fördermitteln möchte die Stadt künftig häufiger und umfangreicher zum Zug kommen. Dafür sorgen soll ein Fördermanager. © Jens Wolf

Dass sich die Stadt Werdohl bei der Suche nach Fördermöglichkeiten professionalisieren sollte, ist ein schon seit Jahren immer wieder vorgetragener Wunsch aller Fraktionen im Werdohler Stadtrat.

Kaum eine Sitzung vor allem des Ausschusses für Umwelt und Stadtplanung verging, ohne dass es mehr oder weniger offen vorgetragene Kritik am Engagement der städtischen Verwaltung in Sachen Fördermittel gab. Jetzt hat die Verwaltung unter Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) eine unbefristete Vollzeitstelle in der Sachbearbeitung des „zentralen Fördermanagements“ eingerichtet und ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet am 18. August.

Politisch war diese Forderung nach einem hauptamtlichen Fördermanagement stets unumstritten, auch unter der damaligen Bürgermeisterin Silvia Voßloh (früher CDU) gab es von allen Seiten Wünsche nach einer Koordinierung der Akquise von öffentlichen Fördermitteln vom Land, vom Bund oder von der EU. Kritik gab es häufig dergestalt, dass die Suche nach fremdem Geld nicht entschlossen genug vorangetrieben werde, manches Mal habe die Stadt die Möglichkeit auf Fördermittel „verschlafen“.

Bislang eine Querschnittsaufgabe

Vor allem der Abteilungsleiter Bauen und Immobilien, Thomas Schroeder, sah sich häufig genug solchen Vorwürfen ausgesetzt. Die Fördermittelakquise der Stadt wurde bis dato als Querschnittsaufgabe angesehen.

Bürgermeister Späinghaus hat nun mit Personalchef Haarmann eine Ausschreibung präsentiert, die all diesen Forderungen Rechnung trägt. Gesucht wird eine Person, die die „verwaltungsweite Abstimmung von Geschäftsprozessen mit dem Ziel förderrechtskonformer Umsetzung von Projekten“ als Aufgabe hat. Zu den Aufgaben gehören auch Abstimmungsprozesse mit privaten Investoren und die Steuerung von konzernweiten Fördermaßnahmen.

Abgeschlossenes Studium ist Voraussetzung

Gefordert wird ein abgeschlossener Diplomstudiengang als Verwaltungswirt oder als Verwaltungswirtin oder die erfolgreiche Ablegung der Zweiten Verwaltungsprüfung im kommunalen Verwaltungsdienst.

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