Komplizierter Einsatz 

Sturz in die Tiefe: Feuerwehr rettet Landwirt von Heuboden

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Symbolbild

Werdohl – Besonderer Rettungseinsatz für die Feuerwehr Werdohl am Dienstagabend: Die Kräfte des Löschzuges Kleinhammer und der Löschgruppe Brüninghaus mussten am Rand von Pungelscheid einen verletzten Landwirt von einem Heuboden bekommen.

Deshalb wurden sie um 18.24 Uhr durch die Leistelle des Märkischen Kreises zu einer patientenschonenden Rettung alarmiert. Der Landwirt hatte auf einem ehemaligen Heuboden in einer Scheune, der aktuell umgebaut wird, Arbeiten durchgeführt. „Dabei ist er etwa eineinhalb Meter in die Tiefe gestürzt und zog sich unter anderem Verletzungen am Rücken zu“, erklärte Wehrleiter Kai Tebrün auf Anfrage.

Nachdem der Verletzte vom Rettungsdienst erstversorgt und medizinisch stabilisiert worden war, musste die Wehr Tragehilfe leisten, um den Mann vom Heuboden in den Rettungswagen zu bekommen. „Weil alle anderen Zugänge zu eng waren, blieb uns dafür nur die senkrechte Öffnung, durch die früher wohl das Heu auf den Boden gelangt ist“, erklärte Tebrün.

Abwärts in der Schleifkorbtrage

Die Einsatzkräfte legten den Verletzten auf einer Vakuummatratze in eine sogenannte Schleifkorbtrage. In dieser „Rettungswanne“ wurde der Höhenunterschied von mehreren Metern überbrückt, der Landwirt über Steckleitern Richtung Erdboden befördert. Nach der Rettung von dem Heuboden wurde der Mann in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.

Vorsorglich war neben dem Löschzug Kleinhammer auch die Drehleiter aus der Stadtmitte nach Pungelscheid alarmiert worden. „Wäre die Rettung über die Schleifkorbtrage nicht möglich gewesen, hätten wir uns einen anderen Weg von oben suchen und beispielsweise einen Teil des Daches abdecken müssen. Doch dazu kam es glücklicherweise nicht. Die Einsatzkräfte haben sehr gute Arbeit geleistet“, sagte Tebrün. Nach gut einer Stunde war der Einsatz beendet

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