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Viele Einsätze vor allem in Werdohl und Balve

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Von: Günter Cordes, Peter von der Beck

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Umgestürzte Fichte, kein Durchkommen. Wie hier, so sah es an vielen Ecken vor allem von Werdohl und Balve aus.
Feuerwehreinsatz Balve.jpg © Feuerwehr

Sturmtief Zeynep wütete vor allen Dingen in Balve und Werdohl. Hier musste die Feuerwehr etliche Einsätze ableisten. Relativ ruhig blieb es in Neuenrade. Die Löschgruppe Küntrop unterstützte zwischenzeitlich die Balver Wehr.


Werdohl / Balve / Neuenrade / Werdohl – Das Sturmtief Zeynep sorgte bis Samstagmittag für etliche Einsätze der Balver Wehr. Unterm Strich mussten die Feuerwehrleute insgesamt 25 Mal bis Samstagmittag ausrücken. Bis 21 Uhr am Freitag hatte die Feuerwehr Balve bereits 17 Einsätze abgearbeitet. Bei fast allen Einsätzen handelte es sich um Sturmschäden.

Langwieriger Kaminbrand

Auf Grund der Umgestürzten Bäume musste die Straße von Mellen Richtung Sorpe und die Asbecker Straße in Eisborn komplett gesperrt werden. Neben den zahlreichen Sturmeinsätzen wurden gegen 20 Uhr die Einsatzkräfte mit der Drehleiter, zu einem Kaminbrand in die Wocklumer Allee gerufen, dieser Einsatz dauerte länger als normal, da sich bei dem Schornsteinbrand die Glut in die Zwischendeke des Hauses gefressen hatte. Um an den Brandherd zu kommen, musste die Wand auf einer kleinen Fläche aufgestemmt werden. Insgesamt waren die Feuerwehrleute dort fünf Stunden im Einsatz. und konnte größeren Schaden verhindern.

Schwerpunkte der Sturmeinsätze in Grübeck, in der Horst und auch Leveringhausen

Gegen Mitternacht hatte sich die Sturmlage entspannt. Die Bereitschaft in den Gerätehäusern wurde nach Rücksprache mit der Einsatzleitung Märkischer Kreis und dem Deutschen Wetterdienst um 24 Uhr aufgehoben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr 21 Einsätze abgearbeitet, bis auf dem Kaminbrand an der Wocklumer Allee, denn dort waren die Einsatzkräfte noch bis 1.30 Uhr vor Ort. Schwerpunkt der Sturmeinsätze war in der Grübeck und der Horst, aber auch in Mellen, an der Gransauer Mühle und in Richtung Klingelborn, wo zahlreiche Bäume dem Sturm zum Opfer fielen.

Bauhof bei Absperrungen im Einsatz

Als es wieder hell wurde konnte die Feuerwehr dann in Leveringhausen und Klingelborn die Straßen wieder freimachen.“Das war nachts zu gefährlich,“ hieß es von Feuerwehrchef. Frank Busche. Schwerpunkt war die Straße nach Leveringhausen. Insgesamt waren 100 Kräfte der gesamten Balver Feuerwehr im Einsatz. Unterstützt wurden sie von zwei Mitarbeitern des städtischen Bauhofes, die die Straßen absperrten.

Riskant sind solche Sturmeinsätze. Neben dem Sägen und dem Beseitigen der Äste und Stämme und den damit verbundenen Gefahren, mussten die Wehrleute auch noch darauf achten, dass durch Sturmböen herabfallende Äste oder weitere kippende Bäume das Leben der Kameraden gefährdete. Sobald Sturmböen kamen wurde für kurze Zeit die Arbeit eingestellt und die Einsatzkräfte suchten sich einen sicheren Platz.

Noch ein Einsatz bei Birnbaum

In Neuenrade blieb es ruhig. Am Freitagabend war die Löschguppe Küntrop noch zur Unterstützung der Balver Feuerwehr rausgefahren. Dann gab es keine Einsätze mehr, außer First Responder. „Um 23.30 Uhr haben wir die Einsatzbereitschaft aufgehoben,“ sagte Sprecher Nils Kohlhage. Am Samstagmittag dann hatte die Löschgruppe Affeln dann noch bei Birnbaum einen Einsatz, um dort die Straße wieder freizumachen.

Deipschlade von der Außenwelt abgeschnitten

In Werdohl berichtete Feuerwehrchef Kai Tebrün von allerlei Einsätzen der Löschzüge in der Nacht zu Samstag und vor allem am Morgen. Der Großteil der Einsätze betraf dabei natürlich Straßen von Bäumen zu befreien. So war der Löschzug Eveking bereits wieder um 0.40 Uhr unterwegs, um Hindernisse von Fahrbahnen zu räumen. Erst kurz zuvor war der lokale Meldekopf wieder abgemeldet worden. Am Morgen, gegen 7.15 Uhr war der Löschzug Stadtmitte an der Wilhelmshöhe im Einsatz. Dort hatte ein Gebäude einen Sturmschaden erlitten. Gegen 8 Uhr dann war der Löschzug Kleinhammer gemeinsam mit dem dort ansässigen Lohnbetrieb Kohlhage im Einsatz, um den Wirtschaftsweg zu dem Hof wieder freizuschneiden.

Drehleitereinsatz am Eggenpfad

Der Löschzug Stadtmitte musste am Samstagvormittag zur Bahnhofstraße ausrücken, um dort Bäume von der Fahrbahn zu räumen. Die Polizei bat dann noch die Feuerwehr um Hilfe. In Wilhelmstal drohte die Krone eines Baumes auf die Fahrbahn zu stürzen. Tebrün: „Wir haben den Baum dann zurechtgestutzt.“ Sturmschäden zu sichern galt es am Vormittag bei einem Gebäude am Eggenpfad. Hier waren Dachpfannen in der Dachrinne gelandet. „Die haben wir mit Hilfe der Drehleiter dann geborgen,“ sagte der Werdohler Feuerwehrchef.

Erst am Samstagmittag Ruhe

Der Personaleinsatz war nicht unerheblich. „In der Nacht waren um die 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Am Vormittag waren es rund 40 Feuerwehrleute,“ sagte Tebrün. Er hoffte am Samstagmittag, dass die Feuerwehr damit erst einmal Ruhe hatte. Zumindest waren die Wetterprognosen halbwegs beruhigend. Nur für den Sonntag war viel Regen angekündigt

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