20 Stunden in der Pflege

WERDOHL ▪ Doris Krüger und Sonja Tabiadon vom Seniorenzentrum Werdohl sowie Birgit Greitemann von der Werdohler Stadtklinik stellten am Montag einer Gruppe von Hauptschülern nicht nur verschiedene Pflegeberufe vor, sondern beantworteten auch die vielen Fragen der Jugendlichen.

Der Besuch der Fachkräfte hatte unter anderen auch den Grund, die zwölfköpfige Gruppe auf das bevorstehende Sozialpraktikum vorzubereiten, das Mitte Mai zum ersten Mal an der Erich Kästner-Hauptschule angeboten wird. „Einen ersten theoretischen Teil haben wir bereits im Januar kennengelernt“, sagte Schulsozialarbeiter Thorben Schürmann. Mareike Alberts von der Lebenshilfe Lüdenscheid gewährte den Jugendlichen damals einen Einblick in ihre Arbeit mit behinderten Menschen. „Drei Schüler besuchten in diesem Zusammenhang eine Außenwohngruppe der Lebenshilfe“, erklärte Schürmann, dass diese Schüler bereits erste praktische Eindrücke sammeln konnten. Doch die sollen nun weiter vertieft werden. Insgesamt 20 Stunden, so lautet die Vorgabe, sollen die Schüler der 9. Jahrgangsstufe in die Pflegeberufe hineinschnuppern können. Gefördert wird diese Maßnahme von der Stiftung Partner für Schulen sowie der Arge und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW.

Bereits am Montag zeigten die ersten Jugendlichen Interesse an der Gesundheits- und Krankenpflege. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?, Welche Anforderungen werden gestellt?, Welche Fähigkeiten müssen mitgebracht werden? oder Wo liegen die Unterschiede in den verschiedenen Ausbildungssektoren? waren Fragen, die an die drei Fachkräfte gestellt wurden. Dabei empfahlen die Frauen unisono, vor dem Antritt einer Berufsausbildung, zunächst ein Praktikum in einem Krankenhaus oder Pflegeheim zu absolvieren. „Diese Berufe bringen eine hohe psychische Belastung mit sich. Ein Praktikum kann euch helfen festzustellen, wie weit eure Nerven und Fähigkeiten reichen.“ Allein eine gute Praktikerin zu sein, reiche heute aber nicht mehr aus, so Sonja Tabiadon. „Auch die Theorie ist wichtig. Ihr müsst in der Ausbildung bereit sein, immer wieder zu lernen“, betonte sie. ▪ sr

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