Mit der Stretch-Limozum Europaschützenfest

Michael Grünhagen, der Hotelier und Fahrer aus Polen, Manuela Bettelhäuser, Agnes Grünhagen, Uwe Bettelhäuser, Arif Sabanci, Christopher Preuß, König Bastian Häring und Florian Gester (von links).

WERDOHL ▪ Acht Mitglieder des Versetaler Schützenvereins erlebten am vergangenen Wochenende die Teilnahme an einem internationalen Schützenfest, dem Europaschützenfest in Polen.

Mit dem amtierenden König Bastian Häring an der Spitze war die kleine Gruppe nach Tuchola in Polen aufgebrochen. Die Idee dazu war schon im vergangenen Sommer geboren worden. Für 960 Kilometer Strecke und 16 Stunden Fahrt in einem Kleinbus wurde die Gruppe am Ende reichlich entschädigt. Die Begeisterung war noch gegenwärtig, als Uwe Bettelhäuser sowie Michael und Agnes Grünhagen von ihren Erlebnissen berichteten. Dabei stand – trotz Zimmer-Buchung – bis zum Schluss nicht fest, wo die Versetaler Quartier beziehen würden. „Es hätte auch eine Scheune sein können“, schmunzelte Uwe Bettelhäuser, der stellvertretende Chef des dritten Schützenzuges. Aber die gebürtige Polin Agnes Grünhagen hatte bei der Reservierung doch das richtige Händchen. In einem etwas abgelegenen Reiterhof kamen die Acht unter.

„Mehr Mitglieder hätten auch nicht mitfahren können, weil es nicht genug Zimmer gab“, berichtete Schützenvereins-Kassierer Michael Grünhagen. Aber da war noch ein anderer Grund: Der Hotelier chauffierte die Versetaler mit einer Stretch-Limousine – mit einem echten „Schiff“ also – zu den Orten des Geschehens.

Alle Reisestrapazen waren spätestens bei der offiziellen Eröffnung des 17. Europa-Schützenfestes auf dem Marktplatz von Tuchola vergessen. Beeindruckend auch das Schießen um die Würde des Europa-Königs, der große und bunte Festzug oder die Festabende in großen, mehr als 10 000 Menschen fassenden Zelten. Die Versetaler schwärmten von der tollen Atmosphäre, die sie im Kreise vieler tausend anderer Schützen – zum Beispiel auch aus Frankreich, Belgien, Österreich oder England – in sich aufsaugen durften.

„Alles, was wir aus Deutschland kennen, ist dort noch weit übertroffen worden“, schwärmte Uwe Bettelhäuser. So sei es „spitze“ gewesen, dass die Zuschauer am Straßenrand den Teilnehmern des Festzuges etwas zu essen oder Getränke reichten. „Und überhaupt; alles lief ganz locker in Feierlaune und ohne jede Aggressivität ab, wie sie bei uns ja schon mal anzutreffen ist“, so Bettelhäuser weiter.

Eher beiläufig blieb dann nachzuhalten, dass Bastian Häring nicht zum Kreis der rund 300 Majestäten gehörte, die den Europa-König ausgeschossen haben. Dieses Privileg hatten ausschließlich Bundes- und Kreis-Schützenkönige.

In drei Jahren findet das nächste Europa-Schützenfest statt. Die Anreise wäre dann allerdings deutlich einfacher, denn Ausrichter wird die Stadt Peine sein. „Wir würden natürlich gerne wieder mit dabei sein, so Michael Grünhagen.

Der Kassierer könnte sich dabei durchaus vorstellen, dass mehr Versetaler Schützen mitfahren.

Von Rainer Kanbach

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