Streit um Yoga-Kursus

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Edith Baust, Nicole Perlick, Ellen Junkereit und Beate Alexander (von links) vom Vorstand der Turnabteilung der DJK – um den von Neumitglied Junkereit angebotenen Yoga-Kursus gab es Auseinandersetzungen während der Jahreshauptversammlung.

WERDOHL - Reichlich Gegenwind musste DJK-Hauptvereins-Vorsitzender Josef Schütt am Mittwochabend in der Gaststätte Ütterlingser Krug in Kauf nehmen. Bei der Jahreshauptversammlung der Turnabteilung wurde bekannt, dass ab 3. Mai ein Yoga-Kursus angeboten wird (siehe Meldung auf dieser Seite). Pikant: Auch Vereins-Mitglieder sollen Teilnahme-Gebühren zahlen. Und die Übungsleiterin Ellen Junkereit soll mehr Geld als andere Übungsleiterinnen in der DJK bekommen.

Von Michael Koll

Konkret fallen für den Kursus für Nicht-Mitglieder 50 Euro, für Mitglieder 10 Euro Teilnahme-Gebühren an. Vereinsmitglieder hatten bisher aber alle Kurs-Angebote frei. Schütt erklärte diese Maßnahme zum Einen damit, dass Yoga ein besonderes, ein ausgefallenes Angebot sei, zum Anderen mit den drohenden Hallengebühren.

Der 2. Vorsitzende des Hauptvereins, Thomas Lammers, sprang dem Vorsitzenden zur Seite und betonte: „Wir finden nicht mehr so leicht Leute, die gleich Mitglied in einem Verein werden wollen. Wir müssen mehr projektbezogen denken. Und dann darf ein Kursus auch mal einen Euro mehr kosten.“

Mehr als die Hälfte der Zeit der insgesamt rund 70-minütigen Jahreshauptversammlung ereiferten sich die Turnabteilungs-Mitglieder über den Plan. Schütt erläuterte, dieses Vorgehen habe der erweiterte Vorstand des Hauptvereins so beschlossen. Dem widersprachen Turner, die erklärten, bei besagter Vorstandssitzung gewesen zu sein. Dort habe der Hauptvereins-Vorstand nur den Beschluss verkündet – nicht aber zur Abstimmung gestellt.

Zuvor hatten die Abteilungsleiterin Maria Lohmann und zwölf weitere Anwesende Nicole Perlick, bis vor einem Jahr Abteilungsleiterin, zur neuen stellvertretenden Abteilungsleiterin gewählt. Sie folgte damit auf Michael Henkenberens, der auf eigenen Wunsch von einer Wiederwahl absah.

Schütt ehrte Henkenberens, weil dieser, so der Hauptvereins-Vorsitzende, „mehr als vier Jahrzehnte aktive Arbeit“ in der Abteilung geleistet habe. Schütt und Lohmann überreichten dem scheidenden Vize-Vorsitzenden einen Wurstkorb sowie einen Karton Weinflaschen.

Die weiteren Wahlen: Annika Hesmer trat nicht mehr als stellvertretende Kassenwartin an. Künftig wird Edith Baust dieses Amt ausüben. Baust kandidierte deshalb nicht mehr für den Posten der stellvertretenden Schriftführerin. Ihre Nachfolgerin ist Junkereit, die Neu-Mitglied der DJK ist und ab kommenden Monat Yoga unterrichten möchte. Frauenturnwartin Beate Alexander sowie Schülerturnwartin Brigitte Jünschke wurden einstimmig wiedergewählt.

In Vertretung des Kassenwartes hatte Henkenberens die finanzielle Lage der Turnabteilung dargestellt. Die Kasse musste einen kleinen Verlust verkraften. Die Jahreshauptversammlung des Hauptvereins, teilte Schütt noch mit, wurde auf Freitag, 28. Juni, ab 19.30 Uhr im Ütterlingser Krug, verschoben.

Zu Beginn des turbulenten Abends hatte Lohmann ihren ersten Jahresbericht gehalten: Besonders hob sie hervor, dass es unterdessen – seit September – eine Tanz-AG an der Erich-Kästner-Hauptschule gebe. Dort werde auch Hip Hop getanzt. Die Truppe habe derweil bereits erste öffentliche Auftritte gehabt.

Außerdem gab Lohmann bekannt, dass es vorübergehend – in Ermangelung eines Übungsleiters – kein Jungen-Turnen im Stadion gebe. Das solle sich jedoch nach den Sommerferien wieder ändern. Aktuell mache Mürsel Özbeck eine Ausbildung zum Übungsleiter. Danach solle er die Jungen-Gruppe übernehmen.

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