Streit um Grill eskaliert: Hähnchenspektakel abgesagt

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Das ist der Hähnchengrill, um dessen Besitz das mittlerweile ehemalige Vereinsmitglied Uwe Bettelhäuser (rechts) und der Vorstand des Versetaler Schützenvereins vor Gericht streiten.

Werdohl - Der Streit um dem Versetaler Hähnchengrill eskaliert. Weil der Schützenverein an das eingeschlossene Gerät noch immer nicht herankommt, muss jetzt das für Mitte Mai geplante Hähnchenspektakel ausfallen.

Der Vorstand des Versetaler Schützenvereins hat das für das zweite Mai-Wochenende geplante Hähnchenspektakel abgesagt, weil der ehemalige Zugführer Uwe Bettelhäuser angeblich den Grill nicht herausgeben will. Die Zeit zur Vorbereitung sei zu knapp geworden. Vor Gericht soll geklärt werden, wem der Grill tatsächlich gehört. Bettelhäuser wiederum erhebt Vorwürfe gegen den Vorstand: „Die nutzen die Sache mit dem Grill zur Absage, weil sie nicht genügend Personal fürs Hähnchenfest haben.“

Für Jürgen Wehlus, den Geschäftsführer der Versetaler Schützenvereins, ist die Lage klar: „Wir sind sicher, dass der Grill uns gehört, wir können die Besitzverhältnisse vor Gericht nachweisen.“

Der riesige Grill befindet sich in einem Container direkt neben dem Schützenvereinsheim Altenmühle. Der Container gehört Uwe Bettelhäuser, das hat der Schützenvorstand so akzeptiert. Bettelhäuser, der aus Verärgerung über die Auflösung der Züge im Versetaler Schützenverein ausgetreten ist, hält den Grill in dem Container unter Verschluss.

Herausgabe gegen Kaution

Bettelhäuser behauptet, dass der Grill ihm persönlich gehöre. Beide Parteien lassen sich mit Anwälten vertreten und warten auf die angestrebte Gerichtsverhandlung. Wehlus: „Der Vorstand hofft, dass das Gericht die Sache nun schnell auf den Tisch bringt.“

Der Konflikt hat sich mit der Absage des Hähnchenspektakels weiter zugespitzt. „Wir bekommen den Grill nicht von Herrn Bettelhäuser“, behauptet Jürgen Wehlus. Bettelhäuser hingegen erklärt, dass er den Grill gegen eine Pfandzahlung ausleihen wolle. Das sei im Übrigen schon im vergangenen Jahr zum Hähnchenfest passiert. Der Vorstand habe eine Kaution gezahlt, er habe den Grill herausgegeben, nach dem Fest seien Grill und Kaution zurückgegeben worden.

Nicht genügend Helfer?

Bettelhäuser: „Das haben mein Rechtsanwalt und ich dem Vorstand dieses Jahr auch wieder so angeboten.“ Er wolle keine Miete für den Grill, sondern nur eine Kaution zu seiner eigenen Sicherheit. Bis zur Klärung der Besitzverhältnisse vor Gericht sei das doch eine vernünftige Regelung.

Versetaler Hähnchenspektakel

Bettelhäuser wirft seinem ehemaligen Verein vor, nicht genügend Leute zur Organisation des Festes zu haben. Die Schuldzuweisung an ihn sei vorgeschoben, schließlich sei er ja bereit, den Grill kostenlos auszuleihen.

Versöhnliche Töne

Auch wenn er persönlich dem Vorstand nicht mehr vertraue, schlägt er doch versöhnliche Töne an: „Wenn mal einer von denen den Mut hätte, mit mir zu sprechen, könnten wir uns vielleicht einigen.“ Wehlus und die beiden Vorsitzenden Frank Herber und Bastian Häring schalten hier auf stur. „Bettelhäuser will uns nur Steine in den Weg legen, weil er mit der Auflösung der Züge nicht einverstanden war“, so Wehlus. Es gehe nur noch über die Anwälte und vor Gericht. Das Hähnchenfest könne vielleicht im Herbst nachgeholt werden. Oder es gebe eine neue Spektakel-Veranstaltung im Winter.

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