Auseinandersetzung unter Alkohol

Streit mit dem Ex auf dem Schützenfest endet vor Gericht

Was genau sich in Werdohl zwischen der Angeklagten und ihrem Ex abgespielt hat, muss nun ein Gericht klären.
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Was genau sich in Werdohl zwischen der Angeklagten und ihrem Ex abgespielt hat, muss nun ein Gericht klären.

Eigentlich hätten Ruhe und Frieden herrschen können: Denn die Beziehung einer 22-jährigen Werdohlerin zu ihrem Ex-Freund war bereits beendet, als sich die beiden beim Schützenfest in Werdohl wiedersahen.

Er hatte seine neue Freundin dabei, der sich die 22-Jährige – offenbar wegen vorangegangener Scharmützel – nicht hätte nähern dürfen. Das Amtsgericht hatte einen Abstand von 25 Metern vorgeschrieben.

Trotz dieser privaten und gerichtlichen Klärungen kam es jedoch zu derart heftigen Auseinandersetzungen, dass diese nun auch das Amtsgericht Altena beschäftigen: Dort muss sich die 22-Jährige unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ihr Ex-Freund soll nach einer körperlichen Auseinandersetzung Schmerzen verspürt haben. Seine neue Freundin soll ein Stück Zahn verloren und „Hörstörungen“ erlitten haben. Eine weitere Zeugin soll an Schwindel und Sehstörungen gelitten haben.

Auf einen Laternenmast geklettert?

Die Angeklagte berichtete von Ereignissen, die bis auf die glaubwürdige Angabe „alle alkoholisiert“ nicht so ganz deckungsgleich mit diesen Vorwürfen waren: Ihr Ex-Freund sei auf einen Laternenmast geklettert. Dann habe er sich runterfallen lassen und sich dabei den Arm gebrochen. Was dann passiert sein sollte, passte nicht so ganz zu diesem ernsten Befund: „Er ist handgreiflich geworden. Ich habe mich gewehrt.“ Den Vorwurf sexueller Promiskuität gegenüber der neuen Freundin ihres Ex-Freundes räumte die Angeklagte ein. Auch sonst sollen an jenem Tag viele böse Worte und Drohungen gefallen sein. Dass „er“ das Ganze nicht überleben werde, war die Ankündigung mit den tief greifendsten Folgen für Leib und Leben. „Ich kann mich nicht erinnern“, erklärte die Angeklagte und korrigierte sich: „In Rage“ könne sie so etwas gesagt haben.

Die Lage stellte sich letztlich als derart komplex heraus, dass alle Zeugen gehört werden sollen. Die Geschichte wird also voraussichtlich mit allen Beteiligten noch einmal im Amtsgericht verhandelt werden.

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