Probleme an der Kasse

Streit um Jahreskarte: Freibad-Besucher geht verärgert

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Das Freibad in Ütetrlingsen.

Werdohl – Friedrich-Wilhelm Middendorf war ganz schön verärgert, als er am Freitag von seinem geplanten Freibadbesuch zurückkam.

Der Rentner sollte drei Euro Eintritt zahlen, obwohl er doch Inhaber einer Jahreskarte ist. Empört drehte er sich um und verließ das Bad. Umgehend wandte er sich der früherer WBG-Ratsherr an die Zeitung, an seine politischen Freunde und an den Aufsichtsratsvorsitzenden der Bäder-Gesellschaft, Christoph Plaßmann. 

Was jetzt in der Kommunikation zwischen Middendorf und der Kassiererin in Ütterlingsen schief gelaufen ist, lässt sich nicht mehr herausfinden. Bäder-Geschäftsführer Frank Schlutow kann den Sachverhalt jedenfalls vollständig aufklären: Die Dauerkarten gelten im Augenblick nicht, es muss Eintritt bezahlte werden. Dauerkartenbesitzer können sich allerdings die durch Corona verlorenen Badetage am Ende des Jahres ausbezahlen lassen. 

Jahreskarte kostet 180 Euro

Üblicherweise kaufen die treuen Kunden im Oktober oder November eine Jahreskarte für freien Eintritt ins Hallenbad und ins Freibad. Die Karte von Friedrich-Wilhelm Middendorf hat 180 Euro gekostet. Wenn die Karte nach genau 365 Tagen abgelaufen ist, kann sich nicht nur Middendorf sein Geld zurückholen. Wegen Corona musste das neue Hallenbad in Ütterlingsen am 15. März geschlossen werden. Das Freibad öffnete erst vor wenigen Tagen mit eingeschränkten Leistungen. Möglicherweise komme es erst im September oder noch später im Jahr wieder zu einem Regelbetrieb, so Schlutow. Dann komme man zeitlich in den Bereich des Auslaufens der Jahreskarten. Alle bis dahin ausgefallenen Eintrittstage würden ausbezahlt oder auf eine neue Jahreskarte angerechnet. Schlutow: „Selbstverständlich bekommt jeder im Herbst anteilig sein Geld zurück, wir kassieren doch nicht doppelt.“ 

Das Freibad könne im Corona-Betrieb nicht die volle Leistung bringen, deshalb betrage der Eintritt auch nur drei Euro für Erwachsene beziehungsweise zwei Euro für Kinder. Die Kassenautomaten sind nicht in Betrieb, es muss bar gezahlt werden. 

Kassiererinnen über Regelung informiert

Schlutow hatte alle Kassiererinnen noch vor dem Wochenende über diese Regelung informiert. Er bittet um Verständnis und Entschuldigung, wenn es zu Irritationen gekommen sein sollte.

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