Straßen.NRW spricht sich gegen Kreisverkehr vor VDM aus

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Im September stellte Henke seine Pläne für einen möglichen Kreisel vor der VDM-Zufahrt vor.

Werdohl - SPD-Ratsherr Jürgen Henke bleibt hartnäckig: Nach seiner Ansicht ist ein Kreisverkehr die beste Lösung, um den Unfallschwerpunkt im Kreuzungsbereich der Bundesstraßen 229 und 236 in Höhe der VDM-Werks-zufahrt zu entschärfen.

Fachbereichsleiter Thomas Schroeder griff das Thema am Dienstag während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung auf. Nachdem die SPD im September erneut einen Lösungsvorschlag unterbreitet und diesen auch an Straßen.NRW weitergeleitet hatte, liege nun „taufrisch“ die Antwort des Landesbetriebes vor. Darin heißt es: „Nach eingehender Prüfung und Auditierung der vorgelegten Unterlagen kann die Straßenbauverwaltung hier keine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssituation erkennen. Es wird sogar eine Verschlechterung erwartet.“ 

Derzeit präferiere Straßen.NRW die Errichtung einer erweiterten Ampelanlage zur Lösung der verkehrlichen Probleme an diesem Knotenpunkt. Weiter steht in dem Schreiben: „Ein Kreisverkehr ist nur unter Einbeziehung einer umgebauten Werkszufahrt und im Kreisverkehr integriert vertretbar.“ 

Schroeder erklärte: „Für uns ist die Sache damit erstmal erledigt.“ Allerdings unterstütze die Verwaltung auch weiterhin das Unternehmen VDM, um nach Lösungsvorschlägen zu suchen. Damit wollte sich Henke nicht zufrieden geben. „Eine Ampelanlage belastet durch das ständige Anhalten und Anfahren der Auto- und Lastwagenfahrer die Umwelt. Außerdem fallen regelmäßig Unterhaltungskosten an,“ erklärte der Sozialdemokrat. Auch werde der Verkehrsfluss gestört. 

Er bat die Verwaltung, weitere Gespräche mit der VDM-Leitung zu führen, um doch noch den Bau eines Kreisverkehrs zu ermöglichen: „Knackpunkt ist alleine die Zufahrt zu VDM, und die kann verlegt werden.“ Das sei möglich, ohne dass – wie für die erste Lösung errechnet – Kosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro für das Unternehmen anfallen. „Es geht sicher auch wesentlich günstiger, wenn das Pförtnerhäuschen nicht verlegt werden muss,“ stellte Henke fest.

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