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Lennebrücke Werdohl: Tiefbauunternehmen Schmidt übernimmt

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Von: Volker Heyn

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Andy Solomon und seine Kollegen von der Firma Röro Traggerüstsysteme, ehemals ThyssenKrupp Infrastructure, haben am Freitag letzte Hand an die Behelfsbrücke über die Lenne gelegt. Das bewegliche Gerüst um die Brücke dient der regelmäßigen Kontrolle der Schraubverbindungen.
Andy Solomon und seine Kollegen von der Firma Röro Traggerüstsysteme, ehemals ThyssenKrupp Infrastructure, haben am Freitag letzte Hand an die Behelfsbrücke über die Lenne gelegt. Das bewegliche Gerüst um die Brücke dient der regelmäßigen Kontrolle der Schraubverbindungen. © Volker Heyn

Vergangenen Freitag haben die Brückenbauer von ThyssenKrupp Infrastructure letzte Hand angelegt an die Behelfsbrücke über die Lenne. Zwischenzeitlich ging der geplante Verkauf ihrer Firma an Röro Traggerüstbau über die Bühne, aber das ist eine andere Geschichte. Männer wie Andy Solomon aus Hemer haben die Stahlkonstruktion plan- und zeitgerecht zusammengeschraubt, jetzt wartet das nächste Projekt dieser Art in Potsdam auf sie.

Werdohl -  Ihre vorerst letzte Aufgabe im Lennetal war es, ein Montagegerüst um den Brückenkorpus herum anzubringen, damit die Verschraubung der Behelfsbrücke regelmäßig kontrolliert werden kann. Zum Abbauen werden die Männer natürlich noch einmal anrücken, aber dafür haben sie noch keinen Termin.

Die Baustelle rund um die Behelfsbrücke haben jetzt die Tiefbauer übernommen, allen voran Schachtmeister Tom Schmidt. Tom ist der Junior des Firmeninhabers von Gebrüder Schmidt AG in Freusburg an der Sieg. Das Bauunternehmen ist in der Gegend bekannt, Schmidt hat das Gewerbegebiet Rosmart baulich erschlossen.

Tom Schmidt ist erst mit wenigen Mitarbeitern auf der Baustelle. Auf der Richtung Ütterlingsen gelegenen Seite haben die Bauarbeiter begonnen, den Fußweg zu verlegen und Vorbereitungen für den Bau einer Winkelstützwand zu treffen. Auch am Widerlager der Behelfsbrücke haben sie die Arbeit aufgenommen, zwischen diesen beiden Punkten wird die Bundesstraße 236 auf die Behelfsbrücke umgeleitet. Wenn genügend Personal zur Verfügung steht, soll auch an beiden Seiten der Brücke parallel gearbeitet werden. Tom Schmidt: „Wir tun, was wir können.“ Schmidt muss auch noch einen neuen Kanalabschnitt errichten, über den der spätere Neubau der Lennebrücke entwässert wird. Ungeplant braucht die Baustelle noch eine weitere Winkelstützmauer, das kostet mehr Zeit.

Schachtmeister Tom Schmidt zeigt in seinem Baubüro die Pläne für die Behelfsbrücke und die beiden Anrampungen für die B 236.
Schachtmeister Tom Schmidt zeigt in seinem Baubüro die Pläne für die Behelfsbrücke und die beiden Anrampungen für die B 236. © Volker Heyn

Wann die Behelfsbrücke befahrbar sein wird, ist noch nicht so richtig klar. Eigentlich soll Firma Schmidt Ende Mai soweit sein, Straßen.NRW als Auftraggeber spricht vorsichtshalber von spätestens Juli.

Die Pressesprecherin von Straßen.NRW, Julia Ollertz, berichtet auf Nachfrage von den weiteren Planungen, die jetzt doch hinter dem zuletzt angekündigten Zeitplan liegen. Der Entwurf der neuen Bauwerks sei bereits fertig, die Vergabeunterlagen würden gerade „final“ abgestimmt. Die Unterlagen müssen noch vom Verkehrsministerium des Bundes genehmigt und freigegeben werden, danach könne der Auftrag vergeben werden. Diese Freigabe hatte man sich ursprünglich schon für Ende 2021 erhofft.

Die Tiefbauer von Gebrüder Schmidt richten die südwestlich gelegene Anschlussstelle der Behelfsbrücke in Richtung Ütterlingsen her, allerspätestens im Juli kann die Brücke befahren werden, wahrscheinlich aber früher.
Die Tiefbauer von Gebrüder Schmidt richten die südwestlich gelegene Anschlussstelle der Behelfsbrücke in Richtung Ütterlingsen her, allerspätestens im Juli kann die Brücke befahren werden, wahrscheinlich aber früher. © Volker Heyn

Ollertz: „Das alte Bauwerk wird, wie schon einmal angekündigt, zersägt. Der Rückbau der alten Lennebrücke und der Baubeginn des neuen Bauwerks werden aber quasi ‘aus einer Hand’ erfolgen, werden also auch zeitlich zusammen organisiert.“

Nach den letzten öffentlich gemachten Planungen von Dezember 2020 war der Baubeginn der neuen Brücke für April 2022 vorgesehen, die Fertigstellung für Sommer/Herbst 2024. Personal ist überall knapp, Corona war auch nicht eingeplant. Es wird auf das Tempo der Brückenbauer ankommen.

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