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„Stolz auf euch“: Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gelobt

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Von: Ilka Kremer

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Für 40 Dienstjahre bei der Freiwilligen Feuerwehr wurden Unterbrandmeister Thomas Wiese (3. von rechts) und Brandinspektor Torsten Sommer (3. von links) geehrt.
Für 40 Dienstjahre bei der Freiwilligen Feuerwehr wurden Unterbrandmeister Thomas Wiese (3. von rechts) und Brandinspektor Torsten Sommer (3. von links) geehrt. © Ilka Kremer

Erst testen, dann feiern. Was bei anderen Großveranstaltungen derzeit nicht angezeigt ist, war bei der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl am Freitagabend selbstverständlich. Feuerwehr-Chef Kai Tebrün und Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) blickten bei einer Feierstunde auf das Jahr zurück.

Werdohl – Bevor die rund 200 Gäste des Jahresfestes den Festsaal Riesei betraten, machten alle einen Corona-Schnelltest. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Feuerwehrchef Kai Tebrün, „alle negativ“. Somit stand einem entspannten Abend, an dem die Ehrenamtlichen „mal zusammen vernünftig ein Bier trinken und etwas essen können“ nichts im Wege.

Doch bevor der gemütliche Teil des Abends begann, erinnerte Tebrün an die Einsätze der Feuerwehr in den zurückliegenden Monaten. Ein abgestürzter Gleitschirmflieger, ein Lkw-Unfall mit eingeklemmtem Fahrer, Waldbrand Am Scherl, Industriebrand in der Härterei der Firma Kirchhoff oder die Suche nach einer vermissten älteren Frau – all das hielt die Wehrfrauen und -männer in Atem.

Zudem die Einsätze, die der überörtlichen Hilfe bei Nachbarwehren galt, wie die Waldbrände in Altena, Plettenberg und Lüdenscheid sowie das Feuer in der Industriebrache am Schwarzenstein in Altena. „Das waren viele Stunden und teilweise ganze Nächte, die ihr im Einsatz wart. Ich bin stolz auf euch und danke euch dafür sehr“, sagte Kai Tebrün.

Mit Stolz und großem Dank blickte auch Bürgermeister Andreas Späinghaus auf ein ereignisreiches Jahr für die Feuerwehr zurück. „Alle in der Stadt konnten sich jederzeit auf euch verlassen. Und ich habe mich oft gefragt, wie haltet ihr das aus? Wie haltet ihr bei diesen Einsätzen, die euch an eure Grenzen bringen, durch?“

Kreisjugendfeuerwehrwart Sascha Fiefeck (2. von rechts) zeichnete die Kinder- und Jugendwarte Nicholas Knipp, Maximilian Stuberg, Jens Bürger und Björn Klüppelberg für ihre Verdienste aus.
Kreisjugendfeuerwehrwart Sascha Fiefeck (2. von rechts) zeichnete die Kinder- und Jugendwarte Nicholas Knipp, Maximilian Stuberg, Jens Bürger und Björn Klüppelberg für ihre Verdienste aus. © Ilka Kremer

In seiner nun zweijährigen Amtszeit beschäftige er sich fast täglich mit den Themen der Feuerwehr. Dabei gehe es um bauliche Maßnahmen, Organisatorisches und um Menschliches.

„Wir wollen, dass ihr menschenwürdig arbeiten könnt“, versicherte Späinghaus. Deshalb sei im Rathaus zum Beispiel auch eine Projektgruppe gegründet worden, die sich mit dem Bau der Feuerwehrhäuser beschäftigt. „Diese Gruppe leistet, dank eurer Unterstützung, ganz tolle Arbeit“, so der Bürgermeister. Wie berichtet, sitzen Verwaltung und Feuerwehr in einem Arbeitskreis zusammen.

Die E-Mail einer jungen Feuerwehrfrau, die ihn erreichte, nahm Späinghaus zum Anlass für folgenden Appell: „Seid eine Einheit, alle Züge miteinander. Das ist wichtig!“ Denn die junge Frau habe erklärt, sie habe sehr große Freude an ihrem Ehrenamt. Jedoch hätte sie in letzter Zeit beobachtet, dass sich die Feuerwehr immer mehr zu einzelnen Löschzügen entwickelt.

„Diese junge Frau wünscht sich wieder mehr Gemeinschaft in der Feuerwehr und es ist sehr mutig, dass sie das äußert“, verdeutlichte der Bürgermeister. Dieser Abend sei dazu da, zu feiern und ein paar gesellige Stunden miteinander zu verbringen. Zudem riet Späinghaus den Kameradinnen und Kameraden: „Sprecht miteinander, nicht übereinander“.

Gemeinsam mit Feuerwehrchef Tebrün ehrte der Bürgermeister Feuerwehrfrauen und -männer für langjährige ehrenamtliche Mitgliedschaft, wie beispielsweise für 40 Jahre Unterbrandmeister Thomas Wiese und Brandinspektor Torsten Sommer.

Kreisjugendfeuerwehrwart Sascha Fiefeck war nach Werdohl gekommen, um Nicholas Knipp, Maximilian Stuberg und Jens Bürger mit der Ehrennadel in Bronze für mindestens dreijährige Kinder- und Jugendarbeit auszuzeichnen.

Björn Klüppelberg, der seit 21 Jahren Mädchen und Jungen für die Feuerwehr begeistert und seit 2018 die Jugendfeuerwehr Werdohl leitet, erhielt für seine Verdienste die silberne Ehrennadel.

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