Stolpergefahr ist gebannt

Siegfried Maucher zeigt auf eine der herausstehenden Kanten an den Alleebäumen der Wilhelmshöhe. - Foto: Heyn

WERDOHL - „Wir haben die Maßnahme vorgezogen, weil uns bereits mehrere Anwohner wegen der Stolpergefahr angerufen hatten“, sagt Dominic Winterhoff, stellvertretender Leiter des städtischen Baubetriebshofes. Besorgte Anlieger der Straße Wilhelmshöhe hatten sich an die Verwaltung gewandt und darauf hingewiesen, dass an den zahlreichen Baumscheiben einzelne Gehwegplatten und Plastersteine um Zentimeter hervorstehen.

„An der Straße wohnen relativ viele ältere Menschen“, weiß Siegfried Maucher. Anlieger hatten ihre Sorge bei der Stadtverwaltung vorgetragen, dass zusätzlich wegen der nachts abgeschalteten Straßenbeleuchtung eine noch größere Stolpergefahr als üblich bestehe. Bei den mehr als 25 Baumeinfassungen in den Gehwegen haben die Wurzeln von Gingko und Arber an manchen Stellen die Pflasterungen hochgedrückt. Wer da nicht auf seine Füße achtet, kann schnell mal ins Trudeln geraten.

„Wir liegen auf jeden Fall noch in der Toleranzgrenze“, sagt Maucher, bei der Verwaltung zuständig für Straßen- und Baumkontrollen. Bei seinen regelmäßigen Kontrollgängen überall im Stadtgebiet hält er bestehende und sich entwickelnde Schäden fest. In einem Kontrollbuch wird das dokumentiert, dort ist die Wilhelmshöhe auch schon länger eingetragen. Im Außenbereich dürfen solche Stolperkanten mehr als drei Zentimeter hoch sein, das legen gesetzliche Richtlinien fest. Solche Höhenunterschiede gibt es an der Wilhelmshöhe allerdings nicht. Rein rechtlich erfülle die Stadt damit noch die Verkehrssicherheitspflicht.

Aus reiner Vorsorge wurden am Freitag Warnschilder als Vorsichtsmaßnahme aufgestellt. Dazu hat Winterhoff entschieden, dass die Schäden sofort behoben werden sollen. Die Firma Weinbrenner aus Werdohl hatte die schadhaften Stellen gestern innerhalb eines Tages ausgebessert. Entweder wurden die Steine herausgenommen und neu eingesetzt oder die Stellen mit Kies aufgefüllt.

Im Innenstadtbereich, wo Fußgänger vielleicht durch das Betrachten von Schaufenstern abgelenkt sind oder verstärkt auf den Verkehr und die Umgebung achten, dürfen solche Stolperkanten maximal zwei Zentimeter Höhenunterschied aufweisen. In Wohngebieten wie der Wilhelmshöhe dürfen es drei Zentimeter sein. Darunter gilt die Sorgfaltspflicht der Fußgänger. Bei Fahrbahnen hingegen gelten noch viel höhere Toleranzgrenzen.

„Jetzt können sich die Leute hier wieder besser fühlen“, meint Winterhoff. Die Stadt habe die Beschwerden der Bürger ernst genommen und im Rahmen der Möglichkeiten schnell gehandelt.

Von Volker Heyn

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