Stimmung mit der Coverband Funcascade

Tlako Mokgadi und Sängerin Ulli Wagner

WERDOHL ▪ „Wenn Robbie Williams hoch singen will, kippt seine Stimme ins Nasale“, kritisiert Gesangslehrer Tlako Mokgadi. Der Altenaer teilt weiter aus: „Und Mark Medlock hat nur eine ganz begrenzte Bandbreite. Dessen Stimme müsste erst einmal ausgebildet werden.“ Eurovision-Song-Contest-Teilnehmerin Lena Meyer-Landrut findet dagegen seine Gnade: „Als ich die gehört habe, dachte ich 'Wow, das ist ja genial'.“

Mit seiner Schülerin Ulli Wagner und seinem Freund David Rempel bildete Mokgadi das Cover-Trio Soft Cake Cascade. Doch dem Unternehmen war bald ein Ende gesetzt. „Unser Keyboarder Dave wurde von Luxuslärm abgeworben“, erinnert sich der Gesangslehrer, „da war ich stinksauer.“ Als Duo machten Wagner und der gebürtige Bayer, dessen Eltern aus dem WM-Land Südafrika stammen, weiter – umbenannt in Funcascade. Beim 33. Werdohler Stadtfest Anfang Juni sind sie auf der FSV-Bühne zu sehen; etwa ab 20 Uhr bis 1 Uhr in der Frühe.

FSV-Vorsitzender Burkhard Bora freut sich über die Verbindung, die Mokgadi zur WM schlägt: „Denn mit dem 30-jährigen Bestehen der Fußballspielvereinigung, dem Aufstieg unserer zweiten Mannschaft und mit der bevorstehenden WM ist Fußball für uns in diesem Jahr auf dem Stadtfest das bestimmende Motto.“

So werden auch die drei Vorrunden- und alle weiteren Spiele der deutschen Nationalkicker auf einer Großbildleinwand im Vereinsheim auf dem Riesei gezeigt – bei freiem Eintritt.

Zuvor aber machen Funcascade Party in der Innenstadt. „Es geht nicht um uns, sondern um das, was die Leute hören wollen“, erklärt Mokgadi. „Und deshalb geht auch Schlager an so einem Abend.“ Was gar nicht ginge, ergänzt Wagner, sei Rammstein. Dass die Musiker der Fun-Metaller landauf und landab nicht zuletzt auf Partys sehr gern gehört werden, sei einmal außer Acht gelassen.

„Aber es muss ja auch uns selbst gefallen, damit wir es gut rüberbringen können“, erläutert der Altenaer. „Und wenn wir gut waren, gehen die Leute am besten heiser vom Mitsingen und angetrunken nach Hause.“

Seine 33-jährige Schülerin erinnert sich an ihre Anfänge ungern zurück. In einer Kneipe habe sie gesungen, „und die Leute gaben mir Geld, damit ich die Klappe halte.“ Dann nahm sie Gesangsstunden bei Tlako Mokgadi. Der bestätigt den Eindruck der damaligen Kneipengäste: „Erst zwei Jahre später habe ich sie mit auf die Bühne genommen.“

Nun singt Wagner nicht nur Backing-Vocals bei dem 45-Jährigen, sondern hat auch ihre eigenen Songs in dem mehr als sechsstündigen Programm.

Michael Koll

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