Stichwahl um SPD-Parteivorsitz: Walter-Borjans/Esken in Werdohl der Favorit

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Die SPD-Mitglieder haben ab heute die Wahl zwischen (von links) Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken sowie Olaf Scholz und Klara Geywitz.

Werdohl/Neuenrade – Ab 19. November haben in der SPD erneut die Mitglieder das Wort. Der Wahl zum SPD-Vorsitz geht mit der Stichwahl bis Ende des Monats in die zweite Runde. 

Die Mitglieder können sich dabei zwischen den Kandidatenpaaren Olaf Scholz und Klara Geywitz sowie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken entscheiden. Wie die Ortsvereine Werdohl und Neuenrade sich auf die Wahl vorbereitet haben, berichten die Vorsitzenden auf Anfrage erklärt. 

Wette: "Wichtigere Punkte in der Kommunalpolitik"

Thomas Wette, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Neuenrade, sagte: „Die Stichwahl ist nicht das große Thema bei uns in Neuenrade.“ Allerdings habe es eine Mitgliederversammlung gegeben, bei der alle Parteimitglieder dazu aufgefordert wurden, bei der Stichwahl zu wählen. Wette selbst bekennt sich zu Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Eine Prognose, wie die Stichwahl ausgehen und wie die Mitglieder in seinem Ortsverein abstimmen, wollte der Vorsitzende nicht abgeben: „Das sieht eben jeder anders.“ 

Ansonsten ist für ihn klar: „Es gibt in Neuenrade aktuell viel wichtigere Punkte in der Kommunalpolitik.“ Deshalb sei die Stichwahl in der SPD-Neuenrade kein großes Thema. Man wolle sich lieber um das kümmern, was vor Ort wichtig ist. 

Ähnlich sieht es auch im Ortsverein Werdohl aus. Dort ist die Stichwahl ebenfalls kein großes Thema. Der Vorsitzende Udo Böhme erklärte, dass in Werdohl auch keine Versammlung zum persönlichen Austausch über die Stichwahl stattgefunden hat. Man habe sich im Vorstand darüber beraten und dagegen entschieden. Böhme ist aber sicher: „Viele werden sich an der Stichwahl entweder online oder in Schriftform beteiligen. Manche vielleicht auch nicht – das ist ja ganz normal.“ 

Das Paar Walter-Borjans/Esken ist auch in Werdohl Favorit des Ortsvereinsvorsitzenden Udo Böhme. „Leider haben sie in der ersten Abstimmung aber nur Platz zwei gemacht“, so Böhme. 

Sein Favoritenduo kam auf 21 Prozent der abgegebenen knapp 227 000 Stimmen. Geywitz und Scholz holten 22,6 Prozent. 

Formell gewählt werden soll die neue Doppelspitze der Sozialdemokraten dann auf dem SPD-Bundesparteitag im Dezember.

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