St. Michaels Sternsinger wünschen Frieden

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21 Sternsinger wurden Sonntagmorgen im Gottesdienst in der katholischen St.-Michael-Kirche ausgesandt, um die Haushalte der Gemeinde zu besuchen.

Werdohl - Als sich am Sonntagmittag die Sternsinger der katholischen St.-Michael-Gemeinde beim Aussendungsgottesdienst vor dem Altar versammelten, schien es, als wäre die Hälfte der Mädchen und Jungen schon unterwegs. Aber tatsächlich hat die Zahl der Sternsinger in der Werdohler Innenstadt um rund ein Drittel abgenommen.

„Heute sind ja noch Ferien“, unternahm Claudia Dittrich den Versuch einer Erklärung. „Einige sind noch kurzfristig, als der Schnee kam, zum Wintersport-Ausflug aufgebrochen“, pflichtete ihr Ursula Schlotmann bei. Die beiden bilden mit Monica Sanchez das Organisationsteam. 

Und diese drei nehmen im Vorfeld der jährlichen Sternsinger-Aktion auch die Anmeldungen der Familien an, die gerne von den Kindern besucht werden wollen. „Und es werden jedes Jahr mehr“, sagte Dittrich erfreut. „Vor zwölf Monaten waren es 163, jetzt schon 170.“ Dabei rufen viele Werdohler die Sternsinger auch noch spontan zu sich ins Haus. 

Und dieses Pensum hatten dieses Mal eben bloß 21 Sternsinger zu bewältigen. 2016 waren noch 32 Mädchen und Jungen unterwegs. „Aber die Kinder bekommen für ihre Mühen ja auch reichlich Süßigkeiten“, wusste Schlotmann. „Drei Teile darf jedes behalten, den Rest geben wir seit mehr als zehn Jahren an die Werdohler Tafel.“ Dann ergänzte Dittrich: „Einige Familien geben den Kindern auch ‘privat’ Geld. Das geben die Sternsinger aber erfahrungsgemäß auch in die Spendendose.“ 

Der Weihnachtsbaum mit edlen silbernen Kugeln diente den drei Sternsingern bei der Familie Mechthild und Peter Kretz als Kulisse für ihren Gesang (von links): Julia, Adrian und Michelle wünschten sich Frieden auf der ganzen Welt.

Und dann sammelte Sanchez schon Julia, Michelle und Adrian um sich – und zog mit ihren drei Sternsingern zur ersten Familie: Mechthild und Peter Kretz freuen sich seit vielen Jahren auf diesen Besuch. Fürs Ankleben des Segens auf der Haustür steht so auch schon immer eine Leiter parat, damit die Kinder auch leichter an den oberen Teil der Tür gelangen können. Diese Aufgabe übernimmt dieses Mal Julia.
 
Zuvor hat sie aber gemeinsam mit Michelle und Adrian neben dem Weihnachtsbaum im Wohnzimmer gesungen: „Auf der ganzen weiten Welt soll nun Frieden sein“ – ein Wunsch, dem sich wohl jeder anschließen mag. „Prima“, freut sich Peter Kretz über den Gesang. „Super“, stimmt ihm seine Gattin prompt zu. Schokoriegel sind der verdiente Lohn.

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