Sternsinger von St. Michael Werdohl sammeln für junge Inder

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Anprobe für die Sternsinger: Die Größe der Gewänder muss ebenso stimmen wie die Farbe. Innerhalb einer Gruppe sollen die Kinder farblich unterschiedliche Umhänge tragen.

Werdohl - 21 Kinder aus der katholischen Kirchengemeinde St. Michael werden sich am Sonntag, 7. Januar, als Sternsinger auf den Weg durch die Gemeinde machen. Auf diese Mission haben sie sich am Mittwoch bei einem Treffen im Großen Pfarrsaal an der Neustadtstraße vorbereitet.

Bei der Aktion steht in diesem Jahr der Kampf gegen Kinderarbeit besonders im Fokus. „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“, heißt das Motto der 60. Aktion Dreikönigssingen. Am Beispiel des asiatischen Subkontinents machen die Sternsinger darauf aufmerksam, wie sehr Kinderarbeit die Bildungschancen in Entwicklungsländern verschlechtert – und wie viel Menschen in Europa durch einen bewussten, nachhaltigen Konsum dagegen tun können. Die Sternsinger sammeln mit ihrem Einsatz während der Weihnachtsferien aber nicht nur Spenden für Projekte in Indien, sondern für Initiativen, die überall auf der Welt Kinder in Not helfen.

In der Werdohler Innenstadt werden sich sieben Sternsinger-Gruppen auf den Weg machen. Die Frage, wer aus diesem Trio in die Rolle des dunkelhäutigen Königs schlüpfen muss (oder darf), stellt sich dabei gar nicht erst. „Wegen der vielen Allergien schminken wir die Kinder schon seit einigen Jahren nicht mehr“, erklärt Ursula Schlotmann, die die Sternsinger in der St. Michael-Gemeinde zusammen mit anderen betreut und auf ihren Einsatz vorbereitet.

Neue Helfer im Team

Zu den Helfern gehören seit diesem Jahr auch Magnus und Melanie Bozovic. Sie füllen die Lücke, die Uwe und Claudia Dittrich durch ihren privat bedingten Rückzug hinterlassen haben. „Das ist für eine gute Sache. Und für die Kinder wäre es doch schade, wenn sich niemand mehr finden würde, der diese Aufgabe übernimmt“, sagt Magnus Bozovic über seine und die Motivation seiner Ehefrau, sich für die Sternsinger-Aktion zu engagieren.

170 Haushalte werden besucht

Auf den Weg machen werden sich die 21 Sternsinger, die sich übrigens mit einem offiziellen Sternsinger-Ausweis legitimiere können, am Sonntagmorgen nach einer Aussendungsfeier im Hochamt, das um 11 Uhr in der St. Michael-Kirche beginnt. Direkt danach werden sie die Patres im Franziskaner-Kloster besuchen, sich dann mit einem kleinen Imbiss stärken und schließlich rund 170 Haushalte im Bereich der St. Michael-Gemeinde besuchen.

Nur eine Gruppe geht zu Fuß

Wegen der langen Strecken werden sechs der sieben Gruppen mit Autos zu ihren Einsatzorten gefahren. Nur eine Gruppe, die in der näheren Umgebung der St. Michael-Kirche unterwegs ist, wird zu Fuß gehen. Auf ihrem Weg durch die Gemeinde werden die Sternsinger auch das Seniorenzentrum an der Schulstraße und das Wichernhaus am Rader Weg besuchen, um den Bewohnern dort ihre Segenswünsche zu überbringen. Am Freitag, 12. Januar, besuchen zwei Sternsinger-Gruppen dann auch noch den St. Michael-Kindergarten und die St. Michael-Grundschule.

Süßes für bedürftige Werdohler

Die Sternsinger erhoffen sich von den Familien und Einrichtungen, die sie besuchen, eine kleine Geldspende, die natürlich für Projekte und Initiativen in Indien und anderswo eingesetzt wird. Von den Süßigkeiten, die den Sternsingern hier und da zugesteckt werden, bleibt ihnen selbst nur ein kleiner Teil. „Jeder darf für sich selbst drei Teile davon behalten, der Rest wird der Werdohler Tafel gespendet“, erklärt Ursula Schlotmann, dass damit dann auch Bedürftige in Werdohl unterstützt werden.

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