Aus „Sternchen“ wird wieder „Coco“

WERDOHL – Wenn ein Tag der offenen Tür mit einer kleinen Erfolgsgeschichte zu Ende geht, dann sind diejenigen, die sich mit sehr viel Mühe und Sorgfalt um die Organisation und Durchführung einer solchen Veranstaltung gekümmert haben, zufrieden – sogar mehr als zufrieden. Und genau so endete die Aktion des Tierschutzvereins Werdohl-Neuenrade am Sonntag in der neuen Auffangstation an der Gildestraße. Von Rainer Kanbach

Die Arbeit, so die Bilanz von Jutta Schlotmann, einer der aktiven Helferinnen und Vorstandsmitglied, „hat sich sehr bezahlt gemacht“. Und das bezieht sich nicht nur auf den Kuchenverkauf, der „bei dem Sauwetter“ gut gelaufen war und dem Verein eine kleine zusätzliche Einnahme für die weitere Arbeit beschert hat. Es bezieht sich vor allem auf das Glücksgefühl, dass eine Katze der rechtmäßigen Eigentümerin zurückgegeben werden konnte.

Die Vorgeschichte: Vor gut drei Monaten war diese rot-weiße Katze in Kleinhammer gefunden und beim Tierschutzverein abgegeben worden. Niemand wusste, wo das Tier herkam, niemand hatte sich gemeldet. Als „Sternchen“ wurde die Samtpfote fotografiert und das Bild mit diesem Namen anschließend im Schaukasten an der Auffangstation ausgehängt. Der Zufall wollte es, dass Ramona Bekavac am Sonntag mit einer Freundin zur Gildestraße kam – und ihre Katze auf dem Foto erkannte. „Coco“ ist der richtige Name – „Sternchen“ bleibt als Erinnerung.

Das freilich blieb nicht das einzige Erfolgserlebnis. Trotz des schlechten Wetters waren rund 80 Besucher gekommen, der Tierschutzverein konnte zwei neue Mitglieder werben und zwei weitere Interessenten, die bei der Arbeit in der Auffangstation mithelfen wollen, so dass das Team nun beinahe zwei Dutzend Kräfte hat.

Kommt hinzu, dass man „einer älteren Dame aus einer Verlegenheit helfen“ konnte, die sich einer Krankenhausbehandlung unterziehen muss und bis Sonntag nicht wusste, wo sie ihre Katze unterbringen kann. Die Frage ist gelöst. Im Gegensatz dazu stehen noch die beiden weißen Kaninchen „Jolly“ und „Jumper“ zur Vermittlung an. Derzeit kümmert sich noch Saskia Czaikowsky um die Tiere.

Die Einweihung der Auffangstation im vergangenen Jahr und der Tag der offenen Tür am Sonntag sind freilich kein Zeichen dafür, dass alle Arbeit an dieser Einrichtung erledigt ist. Restarbeiten sollen – vielleicht – ab April bei erträglicherem Wetter in Angriff genommen werden.

Die einzelnen Zimmer sollen Katzenklappen und damit Zugang zum Freigehege haben. Dazu fehlt noch die jeweilige Abtrennung durch einen Gitterzaun und ein Maschendrahtgeflecht über dem Freigelände, damit die Tiere nicht „ausbüchsen“ können. Und auch hier ist Hilfe in Sicht. Peter Lux, der sich im vergangenen Jahr schon für den Unterstand der Jugendlichen in Pungelscheid engagiert hat, will Maß nehmen, um eine kostengünstige Lösung zu finden.

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