400 Stellplätze für Dauerparker

Rolf Prange von der Stadt träumt schon von „singenden und tanzenden Parkscheinautomaten“, so sehr beschäftigt er sich mit dem Parkraumbewirtschaftungskonzept.

WERDOHL -   Voraussichtlich bis Ende kommender Woche wird die Satzung zur Parkraumbewirtschaftung veröffentlicht – das ist der amtliche Startschuss für die Aufstellung von Parkscheinautomaten und die Ausstellung von Dauerparkausweisen.

„Ich träume schon von singenden und tanzenden Parkscheinautomaten“, augenzwinkert Rolf Prange von der Stadtverwaltung, der „schon aufgehört hat zu zählen wie viele Telefonanrufe ich zu dem Thema bekommen habe.“

Das hat aber auch für die Stadt sein Gutes: Durch die vielen informellen Nachfragen nach Dauerparkausweisen rechnet Prange mit einem Bedarf von rund 400 solcher Stellplätze. Beim Entwurf für die Planung war die Stadt nur von 225 Dauerparkplätzen ausgegangen. Diese Dauerparkausweise können bald im Bürgerbüro beantragt werden. Jeder darf einen Wunschparkplatz angeben, auf dem er einen Stellplatz in der Nähe der Arbeitsstelle haben möchte. Der Ausweis berechtigt später aber nur zum Parken in diesem vorher festgelegten Parkbereich. Wer zum Beispiel auf dem Goethe-Parkplatz stehen möchte, darf dann mit dem Ausweis (in diesem Fall mit der Nummer 4) nicht auf dem Rathausparkplatz parken.

Die Festlegung auf jeweils nur einen Dauerparkbereich sei nötig, um Parksuchverkehr zu vermeiden. „Die Leute würden sonst erstmal ihren persönlichen Sahne-Stellplatz ansteuern. Wenn der dann besetzt ist, würden sie von innen nach außen weitersuchen“, so Prange. Das solle auf jeden Fall vermieden werden.

Sieben solcher Dauerparkbereiche wird es geben, die mit einem Zusatzschild gekennzeichnet sind. Hier dürfen dann einerseits die parken, die einen Parkschein am Automaten ziehen müssen – und diejenigen, die die entsprechende Nummer in ihrem Dauerparkausweis haben. Bei der Ausweisung weiterer Plätze werde die Stadt später flexibel reagieren. Prange: „Wenn wir zum Beispiel sehen, dass auf dem Parkplatz zur Alten Post die Hälfte dauernd frei ist, könnten wir dort noch mehr Dauerparkausweise ausgeben.“

Bestimmte Bereiche in der Innenstadt werden ausschließlich mit Parkscheinautomaten bewirtschaftet, hier wird überhaupt kein Dauerparken erlaubt sein: Altes Dorf, Freiheitstraße zwischen Christuskirche und Grasacker, untere Neustadtstraße, Wilhelmstraße, Eggenpfad unterhalb der Wilhelmstraße, Bahnhofstraße und Bahnhofsplatz sowie Poststraße. An diesen Straßen werden auch als erstes die Parkscheinautomaten aufgestellt.

Der Auftrag für die Parkscheinautomaten ging samt deren Aufstellung an eine Berliner Firma. Die hätte schon bundesweit 200 000 solcher Fundamente erstellt, für Werdohl werden es 39 Standorte sein. Die Berliner rücken in der Woche ab dem 16. Oktober an, um die Fundamente zu setzen. Ab dem 28. Oktober werden die ersten Parkscheinautomaten aufgestellt und in Betrieb genommen.

Wie bisher wird es auch weiterhin so genannte Handwerkerausweise fürs Stadtgebiet geben. „Das lief bislang absolut unproblematisch“, so Prange. Neu ist die Überlegung, zum Beispiel für ambulante Pflegedienste Sonderregelungen zu schaffen. Für solche Fahrzeuge könnte es stadtweit gültige Dauerparkausweise geben. Prange: „Hier gibt es jedenfalls einen Bedarf und wir denken darüber nach.“

Von Volker Heyn

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