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Endlich: ASD-Leitung gefunden

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Von: Carla Witt

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Simone Hanßen ist die neue Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt Werdohl.
Simone Hanßen ist die neue Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt Werdohl. © Witt

Simone Hanßen heißt die Frau, auf die man im Jugendamt lange gewartet hat: Seit dem 1. Oktober ist die Wahl-Altenaerin Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt Werdohl.

Werdohl - Die 40-Jährige, die bisher in Erkelenz, im Kreis Heinsberg, gewohnt und im Bezirkssozialdienst in Mönchengladbach gearbeitet hat, ist aus familiären Gründen nach Altena gezogen. Den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses hatte sich Hanßen während der Sitzung des Gremiums in der vergangenen Woche vorgestellt. Schon in diesem Rahmen hatte die neue ASD-Leiterin erklärt, sie sei nicht nach Altena gezogen, weil es ihr in Werdohl nicht gefalle: „Ich möchte nicht in der Stadt leben, in der ich beruflich tätig bin.“

Von Mönchengladbach nach Werdohl

Simone Hanßen absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Erzieherin. Schnell sei ihr aber klar geworden, dass ihr beruflicher Weg noch weiter führt. Sie entschied sich, in Mönchengladbach Sozialarbeit zu studieren, und arbeitete anschließend im Bezirkssozialdienst der Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf. Darüber hinaus übte sie eine Lehrtätigkeit im Bereich Soziale Arbeit an der Hochschule Niederrhein aus.

Aus Zeitgründen habe sie diese aber inzwischen aufgegeben, berichtet Hanßen, die Mutter einer demnächst achtjährigen Tochter ist: „Es lohnt sich einfach nicht, dafür einmal in der Woche nach Mönchengladbach zu fahren.“

Netzwerk vor Ort aufbauen

Im Sauerland, und speziell in Werdohl, sei sie schon angekommen: „Bei der Stadt hat man mich herzlich in Empfang genommen.“ Sie sei ein sehr kontaktfreudiger Mensch, sehr am Aufbau eines Netzwerkes interessiert und wolle unter anderem mit den Verantwortlichen der Werdohler Schulen in Kontakt treten. „Ich möchte mich bei allen Institutionen und Einrichtungen, die mit Kindern zu tun haben, als Ansprechpartnerin vorstellen“, unterstreicht Hanßen: „Mein Ziel ist es, den ASD wieder mehr in die Öffentlichkeit zu bringen.“

Stundenzahl könnte aufgestockt werden

Momentan hat die 40-Jährige keine volle Stelle, sie ist 25 Stunden pro Woche im Dienst. Nach Absprache mit den Verantwortlichen der Stadt könne sie ihren Vertrag aber jederzeit aufstocken. Und da es in Werdohl viel Arbeit für sie gebe, könne sie sich gut vorstellen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, sagt Simone Hanßen.

Vakante Leitungsstelle mit langer Vorgeschichte

Die bis zum 1. Oktober dieses Jahres vakante Leitungsstelle im Bereich des Jugendamtes hat eine lange Vorgeschichte. Als der frühere ASD-Leiter Marco Malcherek-Schwiderowski 2016 die Leitung des Jugendamtes von der pensionierten Sybille Dworschak übernahm, vereinigte er beide Leitungsfunktionen und Stellen in seiner Person. Das erfolgte in Absprache mit Bodo Schmidt, dem damaligen Fachbereichsleiter für Jugend und Soziales.

2018 wechselte Malcherek-Schwiderowski den Arbeitgeber und verließ Werdohl. Kirsten von der Crone rückte aus dem ASD-Team an die Spitze des Jugendamtes. Damals machte sie die Wiederbesetzung der ASD-Leitung quasi zu einer Art Bedingung – und füllte auch diese Aufgabe selbst aus.

Rat beschließt die Stellenausschreibung

Ebenfalls im Jahr 2018 wurde das Werdohler Jugendamt auf eigene Veranlassung einer eingehenden Prüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt unterzogen. Nach der Vorstellung der Ergebnisse der Untersuchung im Mai 2019 wurde vom Rat beschlossen, die Stelle der ASD-Leitung neu auszuschreiben. Bis zur Abberufung von Kirsten von der Crone im Mai 2021 durch Bürgermeister Andreas Späinghaus und auch darüber hinaus konnte diese direkt unter der Jugendamtsleitung angesiedelte Leitungsstelle nicht besetzt werden.

Am 1. März dieses Jahres übernahm der Diplom-Sozialarbeiter Michael Thomas-Lienkämper die Leitung des Werdohler Jugendamtes. Mit der Einstellung von Simone Hanßen am 1. Oktober konnte nun auch endlich eine Lücke geschossen und die ASD-Leitungsstelle besetzt werden.

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