Steinquader dienen auf dem Brüninghaus-Platz als Zwischenlösung

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh deutet auf die Attrappen, die die vorgesehenen Standorte der Granitbänke auf dem Brüninghaus-Platz kennzeichnen. Rechts im Bild: Ausschussvorsitzender Jürgen Henke.

Werdohl - Mobile Poller und weitere Granitbänke sollen die Fahrer schwerer Lastwagen demnächst von Wendemanövern auf dem Brüninghaus-Platz abhalten. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) haben sich am Dienstag während eines Ortstermins ein Bild davon gemacht, wie die „beinahe unsichtbare“ Absperrung wirken könnte.

Diplom-Ingenieurin Petra Conredel, Mitarbeiterin der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement, stellte den Kommunalpolitikern die von der Verwaltung bevorzugte Variante III vor. Die Überlegung, den Platz ausschließlich mit mobilen Pollern zu sichern, solle nicht weiter verfolgt werden. „Bei dieser Pferdekoppel-Lösung besteht die Befürchtung, dass sie wie ein dichter Zaun wirkt“, sagte Conredel. Dadurch würde der offene Charakter des Platzes zerstört.

Variante II, die neben mobilen Pollern variabel stellbare Sichtbetonbänke beinhaltet, scheide ebenfalls aus, erklärte die Verwaltungs-Mitarbeiterin: Aufgrund der Neigung des Pflasters wäre ein Fundament für die Bänke notwendig geworden. Somit wären die Sitzgelegenheiten dann nicht mehr mobil gewesen.

Petra Conredel erklärte, dass auch die Feuerwehrzufahrt und die Zufahrt für Anlieferer mit mobilen Pollern gesichert werden solle. Die Lösung werde die Stadt etwas mehr als 14 500 Euro kosten – wobei die Maßnahme förderfähig sei. „Wenn nach der Fertigstellung des Platzes noch Geld übrig ist, können wir es dafür verwenden“, sagte Fachbereichsleiter Thomas Schroeder. Und diesbezüglich sei er durchaus optimistisch.

Im Rahmen der anschließenden Sitzung im Rathaus sprachen sich alle Kommunalpolitiker für die Variante III aus, die allerdings einen Haken hat: „Die Granitbänke kommen aus China und es gibt eine lange Lieferzeit“, berichtete Schroeder. Deshalb werden die Gäste, die zur offiziellen Eröffnung des Platzes am 5. Mai kommen, eine Zwischenlösung zu Gesicht bekommen: Bis die Bänke angekommen sind, sollen Steinquader aus dem heimischen Steinbruch den Platz vor unbefugtem Befahren schützen. Diese müsse die Stadt zwar bezahlen, sie könnten allerdings anschließend im Zuge weiterer Baumaßnahmen zum Einsatz kommen, erläuterte der Fachbereichsleiter.

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