Die Steine für den Brüninghausplatz

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Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung hatten ausführlich Gelegenheit, sich die Materialien für den neuen Brüninghaus-Platz anzusehen. Unten im Bild sind die Steinplatten zu sehen, die den Platz umrahmen sollen.

Werdohl - Landschaftsarchitekt Christof Geskes hat am Montagabend im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) Pflastersteine und Holzmuster für den neuen Brüninghaus-Platz vorgestellt. Die Belagsflächen seien „entscheidend für das Erscheinungsbild“, sagte Geskes.

Bis Ende Februar wollen die Planer des Berliner Büros Geskes.Hack die Ausführungsplanung für Brüninghaus-Platz und Lennespange erstellen. Darin enthalten sollen auch die Materialien sein, die der Architekt am Montag im Ratssaal präsentierte.

Dunkle, breite Natursteine aus Granit sollen den Platz einrahmen. In der Mitte soll ein Pflaster aus kleineren Steinen im selben Farbton gelegt werden. Die Natursteine nähmen wenig Wasser auf und hätten dadurch „eine hohe Widerstandskraft gegenüber Frost“, sagte Christof Geskes. Auch für Schmutz seien die Platten und Pflastersteine nicht sehr anfällig.

Ein solches Kleinsteinpflaster sieht die Planung des Berliner Büros für die Mitte des Brüninghaus-Platzes vor.

Auf Nachfrage eines Ausschussmitglieds teilte der Landschaftsplaner mit, die Steine würden aus China geliefert. Sie seien einmalig und würden nur an einem Ort gefördert. Dazu meldete sich im Rahmen der Einwohnerfragestunde der Werdohler Thomas Benecke zu Wort. Wie die Verwaltung damit umgehen wolle, falls die Steine nicht zum gewünschten Termin in der benötigten Menge geliefert werden könnten? In anderen Städten mit ähnlichen Projekten habe es schließlich schon Lieferschwierigkeiten gegeben.

Diese Engpässe gingen darauf zurück, dass zu diesem Zeitpunkt die Olympiade in Peking stattgefunden habe und das Material dort benötigt worden sei, antwortete Bürgermeisterin Silvia Voßloh. Im Falle Werdohls sei mit solchen Problemen also nicht zu rechnen.

Aus bis zu sechs Meter langen Blöcken dieses Fruchtschiefers wird am Lenneufer eine Treppenanlage gebaut.

23 Steinblöcke werden als Sitzgelegenheiten über den Brüninghaus-Platz verteilt. Etwa ein Drittel der Blöcke soll mit einer Holzauflage versehen werden. Diese sei genauso breit wie die Steinblöcke, teilte Geskes mit, der auch dafür ein Muster mitgebracht hatte. Lehnen sollen die so entstehenden Bänke nicht bekommen, entschieden die Ausschussmitglieder. Denn ohne Lehne könnten die Blöcke von beiden Seiten als Sitzgelegenheiten genutzt werden. Rund 600 Euro werde eine solche Bank kosten, informierte Geskes auf Nachfrage der Politiker. Bei dem Holz handele es sich um Tropenholz. Es sei unbehandelt, denn es sei so hart, dass es kein Öl annehme. Die Farbe werde sich im Laufe der Zeit von einem hellen Braun hin zu grau verändern.

Um zu zeigen, wie die Steinplatten nach einem Regenschauer aussehen, goss Architekt Christof Geskes ein bisschen Wasser darauf.

Am Lenneufer sehen die Architekten eine Treppe aus Steinblöcken vor. Kleine Blöcke aus Fruchtschiefer hatte Christof Geskes mit ins Rathaus gebracht. Anhand dieser Muster sollten die Ausschussmitglieder aber nur das Material kennenlernen – die Blöcke am Flussufer sollen bis zu sechs Meter lang sein.

Stadtplaner Stefan Groß zeigt eine der LED-Leuchten, die für den Brüninghaus-Platz und die Lennespange vorgesehen sind.

Auch für die Beleuchtung wird die Ausführungsplanung eine Lösung vorsehen. 17 Leuchten sollen angeschafft werden, zehn davon für den Brüninghaus-Platz und sieben für die Lennespange. Auf dem Platz sollen die LED-Lampen leicht schräg stehen und den Platz ausleuchten, kündigte Geskes an. Die Leuchten sollen aus der Region stammen, informierte der Planer weiter. Sie sollen auch zu einem Gesamtkonzept für die Straßenbeleuchtung in der ganzen Stadt passen.  - von Constanze Raidt

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