Acht Sprengungen für das Regenrückhaltebecken

Die Arbeiten für das Regenrückhaltebecken im Steinbruch Kleinhammer liegen voll im Zeiptlan.

WERDOHL ▪ „Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan.“ Andreas Richter von der Cemex Kies & Splitt GmbH ist zufrieden: Wenn jetzt nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, kann das Regenrückhaltebecken im Steinbruch Kleinhammer Ende des Monats Oktober in Betrieb genommen werden.

Inzwischen sind die Sprengarbeiten für das nun 70 mal 25 Meter große und bis zu sechs Meter tiefe Becken abgeschlossen. Werkleiter Marcin Porzucek hat die Sprengungen selbst durchgeführt und dabei auch großen Wert auf eine möglichst geringe Belästigung der Anwohner gelegt. „Bis zu 70 Löcher wurden für jede Sprengung gebohrt. Der Industriesprengstoff in den Sprenglöchern wurde zeitversetzt gezündet, um die Erschütterungen zu minimieren“, erklärt Porzucek, der natürlich Inhaber eines Sprengscheins ist. Gut zu erkennen ist das mit bloßem Auto auf den Videos, auf denen jede Explosion festgehalten wurde. Nach jeder Sprengung musste zunächst das lose Geröll abgeräumt werden. Erst dann konnte die nächste vorbereitet werden, bis schließlich das gesamte Rückhaltebecken in den felsigen Boden gesprengt worden war.

Um das Wasser der Solmbecke zuführen zu können, muss nun eine Bohrung vom Becken in Richtung Straße durchgeführt werden. „Das Bohrloch ist 110 Meter lang und führt komplett durch den Fels“, beschreibt Andreas Richter, er ist unter anderem Cemex-Projektleiter für den Bereich Umweltschutz. Die beauftragte Bohrfirma hat bereits mit der Arbeit begonnen. Ganz leicht ist das Unterfangen allerdings nicht. „Inzwischen ist die Bohrung 25 Meter tief, dafür wurden vier Tage benötigt“, sagt Richter und betont: „Grauwacke ist eben ein wirklich hartes Gestein und wird nicht umsonst als Deckschicht im Straßenbau geschätzt.“

Wenn es jetzt keine Panne gibt und beispielsweise ein Bohrkopf abbricht, könne innerhalb der kommenden zwei Wochen das Ableitungsrohr eingebracht werden. „Dann, ab dem 21. Oktober, muss noch ein Filterdamm gebaut werden“, erklärt Porzucek. Das könne innerhalb von rund einer Woche erledigt werden. „Wenn dann der Abflussbegrenzer eingebaut ist, muss das Becken einmal voll laufen und kann dann den Betrieb aufnehmen“, sagt der Werkleiter.

„In das Regenrückhaltebecken hat Cemex insgesamt rund 250 000 Euro investiert“, berichtet Andreas Richter. Zukünftig plane das Unternehmen noch weitere Investitionen, die auch für die Anwohner in Kleinhammer weitere Vorteile mit sich bringen würden. Derzeit sei ein großes Projekt mit einem entsprechenden Investitionsvolumen in Planung. „Sobald die Genehmigungsbehörden grünes Licht gegeben haben, werden wir darüber ausführlich informieren“, verspricht Richter. ▪ cwi

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare