Steinbock für die Lennepromenade

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Annette Kögel zeichnet mit dem Werkstoff Beton einen Steinbockkopf nach. ▪

WERDOHL ▪ Die Kunst nimmt an der Lennepromenade weitere Formen an. Aktuell mit zwei Hörnern aus Spezialbeton. Diese gehören zu einer Skulptur, die Annette Kögel in diesen Tagen erschafft. Das Projekt ist Teil eines Gesamtensembles, das am 24. September offiziell eingeweiht werden soll und vom Kleinen Kulturforum auf den Weg gebracht wurde.

Auf einem Grauwackestein zeichnet sich der Kopf des gehörnten Tieres ab. Auf diesem bringt die Künstlerin eine schnell bindene Mörtelschicht um das Drahtgeflecht auf. Ist dies mit Glasfasern verstärkt getrocknet, folgt der Grundmörtel. So soll ein entsprechendes Volumen erreicht werden. Als dritte Schicht folgt ein Modelliermörtel, mit dem die typischen Wachstumsringe des Tieres nachgezeichnet werden.

„Ich dachte, das geht schneller“, war Kögel gestern selbst von dem großen Aufwand ein wenig überrascht. Zu viel Sonne ist dabei ebenso wenig zuträglich wie Regenschauer. Bis zu 30 Stunden werde sie wohl benötigen. Heißt: Auch Anfang der nächsten Woche geht es weiter, damit zur Einweihung der vier Kunstwerke alle fertiggestellt sind.

Die Idee, einen Steinbock an der Lenne aufzustellen, sei dem Gestein geschuldet. Nachdem Dr. Hans-Joachim Hultsch, Vorsitzender des verantwortlichen Kleinen Kulturforums, Kögel um ein Werk gebeten hat, sei sie vom Stein auf den Steinbock gekommen. Mit dem Werkstoff Beton ist die Künstlerin, die sich normalerweise auf die Malerei konzentriert, bei einem Seminar in Frankfurt vertraut gemacht worden. So ist bekanntlich in Neuenrade jetzt eine lebensgroße Betonfigur von Kögel aufgestellt worden.

Bereits fertig und aufgestellt sind an der Lennepromenade die weiteren drei Werke des Ensembles. Die Nixe von Hiltrud Steuble-Deigmöller, der Kupfermann von Ingo Duisberg und ein Objekt, das einen Auflösungsprozess darstellen soll.

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