Werdohl: Fischtreppe für das neue Wehr

Enervie braucht das neue Wehr, um Kühlwasser aus dem Stauraum zu entnehmen. - Foto: Heyn

Werdohl - In etwa zwei Monaten soll die Fischtreppe am neuen Wehr in Elverlingsen fertig sein. Das teilte Enervie-Sprecher Andreas Köster auf Nachfrage mit. Erst danach könne das alte Wehr abgerissen werden.

Ursprünglich war geplant, die etwas oberhalb gelegene alte Staustufe schon in diesem Frühjahr abzutragen. Weil das einen Eingriff in den Wasserhaushalt bedeutet, ist Enervie verpflichtet, das neue Wehr für Fische durchgängig zu machen. Eine EU-Vorgabe sieht eine Fischtreppe als Ausgleich für den Abriss der alten Staustufe vor.

Diese zu bauen, sei an dieser Stelle mit einigem Aufwand verbunden, sagte Andreas Köster. „Die Lenne ist da ja relativ breit.“ Aus verschiedenen Becken werde die Fischtreppe bestehen, erklärte der Enervie-Sprecher weiter. „Diese Becken werden vorgefertigt und dann en bloc eingesetzt.“ Derzeit sei noch die Fertigung im Gange. „Danach geht es relativ schnell“, kündigte Köster an. Mit Baggern würden die Ausschachtungen für die Becken vorbereitet. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Fischtreppe in zwei Monaten fertig ist.

Erst danach kann das alte Wehr abgerissen werden. Es befindet sich oberhalb der Brücke von der Bundeststraße zum Gelände des Kraftwerks Elverlingsen. Der genaue Zeitpunkt für den Abriss müsse aber noch mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden, sagte Köster. Die alte Staustufe stammt aus den 1940er Jahren und wird nicht mehr gebraucht. Das neue Wehr braucht das Kraftwerk, weil es dem entstehenden Stauraum Wasser für die Kühlung der Generatorenanlage entnimmt.

Den Paddlern auf der Lenne bringt der Abriss des oberen Wehrs Vorteile. Denn diese Staustufe gilt wegen ihrer Höhe von vier Metern und dem darunterliegenden „stillen“ Lennewasser als besonders gefährlich.

Von Constanze Raidt

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