Stauff investiert zwölf Millionen Euro

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Rechts ist das neue Hochregallager zu sehen, links die neue Warenumschlagshalle. ▪

WERDOHL ▪ Die Walter Stauffenberg GmbH & Co KG investiert am Stammsitz im Werdohler Ehrenfeld fünf Millionen Euro, in der Gruppe mit den Standorten Küntrop und Ohle insgesamt zwölf Millionen Euro. „Wir sind von 2010 auf 2011 exorbitant gewachsen und werden mittelfristig noch größer“, sagt Geschäftsführer Jorg Deutz.

Von weitem sichtbar ist am Stammsitz das schon im Sommer fertiggestellte Hochregallager, ein so genanntes „Kardex-Shuttle“. Innerhalb von zwei Monaten stand der markante Turm, in dem vollautomatisch rund 2500 verschiedene Vormaterialien gelagert und abgerufen werden. Im engen Versetal ist platzsparendes Lagern und Produzieren wichtig. Arbeitsbereiche werden nach dem Prinzip „Ware zur Person“ versorgt.

In einem zweiten Schritt wurde der Bereich des Warenumschlags völlig neu geordnet. Bislang wurden die Waren auf einem freien Platz auf die Lastwagen verladen, durch die neue Halle kommt alles unter Dach. Die Umschlagsfläche wurde von 800 auf 1300 Quadratmeter vergrößert, nebenbei die Materiallogistik optimiert.

Im August vergangenen Jahres wurde mit dem Umbau begonnen, gerade gestern ist die Außenhaut der Logistikhalle geschlossen worden. Der Innenausbau soll nächsten Monat fertig sein.

Größtes Projekt dieser drei Baumaßnahmen am Stammsitzg Ehrenfeld ist allerdings der Neubau einer Produktionshalle und eines Technologiezentrums. Die Abteilung Zerspanung vergrößert sich von bisher 1100 Quadratmeter auf 2200 Quadratmeter in der neuen Halle. Daneben wird ein Technologiezentrum mit Labor, Entwicklung und Konstruktion auf 400 Quadratmetern Grundfläche in zwei Geschossen gebaut, das mit einer Brücke an den Verwaltungstrakt angebunden wird. Wo jetzt die Bodenplatte gegossen worden ist, stand eine alte Halle von „Pickard und Gerlach“. Etwa 15 Jahre, so Knut Menshen, habe Stauff diese Fläche in Reserve vorgehalten. Im August vergangenen Jahres wurde die Halle abgerissen, die Neubauten sollen Mitte dieses Jahres fertig sein. Die Umstrukturierung im Betrieb wird dann noch bis 2014 andauern.

Geschäftsführer Jörg Deutz sieht Stauff weiterhin auf Wachstumskurs. Bei der Krise 2009 schrumpfte Stauff an den drei heimischen Standorten von 300 auf 260 Mitarbeiter, in zwei Jahren wurden aber wieder 90 Leute eingestellt. Vom Jahr 2010 auf das Jahr 2011 seien 20 Prozent Wachstum gemessen am Umsatz erwirtschaftet worden. Vom Export getrieben, gibt das der weltweite Markt ganz offensichtlich her: Gerade eben erst wurden weitere Vertriebsniederlassungen in Russland, Malaysa und Irland gegründet.

Von Volker Heyn

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