Stauff investiert in Werdohl 6,2 Millionen Euro

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Carsten Krenz, Betriebsleiter und stellvertretender Geschäftsführer bei Stauff, zeigt die Produkte, um die es geht: Rohrverschraubungen, die in praktisch jeder Hydraulikanlage verbaut werden.

Werdohl - Die Firma Walter Stauffenberg (Stauff) will in diesem Jahr rund 6,2 Millionen Euro in ihren Werdohler Standort investieren. Das Geld soll in neue Maschinen zur Produktion von Rohrverschraubungen fließen.

Bereits vor drei Jahren hat Stauff, nach eigenen Angaben einer der führenden Entwickler und Hersteller fluidtechnischer Komponenten, sein Lieferprogramm um Rohrverschraubungen aus Stahl ergänzt. Verwendung finden solche Verbindungsarmaturen primär in der Hydraulik, zum Beispiel an Bau- und Landmaschinen, oder im industruiellen Maschinen- und Anlagenbau.

Mittlerweile haben sich Rohrverschraubungen, die innerhalb einer Hydraulikleitung sozusagen die direkten Nachbarn von Rohrschellen, dem Stauff-Kernprodukt, sind, bei Stauff zu der Produktgruppe mit dem stärksten Mengen- und Umsatzwachstum entwickelt – und für die nächsten Jahre erwartet das Werdohler Traditionsunternehmen weiteres überproportionales Wachstum.

Modernste Robotertechnik

Große Stückzahlen kann Stauff bislang durch eine Beteiligung an der Volz-Gruppe mit Sitz in Deilingen (Baden-Württemberg) produzieren. In Werdohl wurden seit 2014 nur kleine und mittlere Mengen hergestellt, die schnell verfügbar sein mussten. Das soll sich aber bald ändern: Spätestens ab September soll die erste hochmoderne Transfermaschine in Betrieb gehen, für Februar 2018 ist die Inbetriebnahme einer zweiten Maschine geplant. Auf ihnen sollen unter Einsatz modernster Robotertechnik aus Stangenmaterial oder geschmiedeten Rohlingen Rohrverschraubungen produziert werden. Dadurch will Stauff den Ausstoß von derzeit 10 Millionen Teilen pro Jahr auf 15 Millionen Teile erhöhen.

Entscheidung der Familie Menshen

Diese Investition in die Produktionskapazitäten habe Stauff schon bei der Planung der vor fünf Jahren errichteten Gebäude am Standort Im Ehrenfeld im Blick gehabt, sagte Carsten Krenz, als Betriebsleiter für den Ausbau der Fertigung verantwortlich. Die unternehmerische Entscheidung der Geschäftsleitung und der Gesellschaftsfamilie Menshen, am Standort Werdohl zu investieren, sei nun „der nächste logische Schritt“.

Viel Platz, um die beiden Rundtaktmaschinen aus italienischer Fertigung aufzustellen, hat Stauff auf dem Gelände am Rande der B229 nicht. Dabei benötigen die Giganten, von denen jeder rund 25 Tonnen auf die Waage bringen dürfte, die Fläche eines Einfamilienhauses mitsamt kleinem Garten. Deshalb soll eine andere Maschine zur Produktion von Topffiltern weichen und durch weitere kleine Veränderungen innerhalb der vorhandenen Hallen Platz geschaffen werden.

Auch neue Arbeitsplätze wird Stauff durch die Investition in seinen Maschinenpark schaffen. Zunächst sollen im Sommer drei Zerspanungsmechaniker neu eingestellt werden, weitere Neueinstellungen seien darüber hinaus möglich, sagte Personalleiterin Monika Nork-Bobel.

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