Gespräche weit fortgeschritten

Statt Rosmart 2.0: Hier soll in Werdohl ein neues Gewerbegebiet entstehen

In Werdohl soll ein neues Gewerbegebiet entstehen.
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In Werdohl soll ein neues Gewerbegebiet entstehen.

Die Stadt Werdohl hat ein neues Gewerbegebiet im Auge, das auch noch komplett auf Werdohler Stadtgebiet liegt.

Das Kraftwerksgelände Elverlingsen mitsamt der ehemaligen Siedlung. Es hat schon Gespräche zwischen dem Besitzer Enervie und der Verwaltung mit Bürgermeister Späinghaus gegeben. Vorangebracht hat die Sache allerdings Christoph Plaßmann. Der CDU-Ratsherr ist Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke und hat darüber einen guten Kontakt zur Enervie aufgebaut.

Plaßmann berichtete auf Nachfrage unserer Zeitung über den Stand der Gespräche. Im Sommer habe er zunächst über Enervie-Vorstand Struwe erste Informationen zu den Plänen des Unternehmens in Elverlingsen erfahren. Danach habe er mehrere Gespräche mit Markus Schmidt geführt, der Mann, der bei Enervie in geschäftsführender Position für die strategische Unternehmensentwicklung zuständig ist. Schmidt kam 2015 zur Enervie und war dort zunächst für die Restrukturierung des finanziell angeschlagenen Energie-Konzerns zuständig.

Bis Januar soll die ehemalige Siedlung Elverlingsen komplett abgerissen sein. Auch für das Kraftwerk gibt es Abbruch-Pläne, die aber noch nicht konkret sind.

25 Hektar Bruttofläche

Schmidt ist jetzt Leiter der Projektgruppe, die sich um die Entwicklung und Vermarktung des Standortes Elverlingsen kümmert. Die Rede sei von 25 Hektar Bruttofläche, von denen sich die Enervie-Gruppe trennen möchte. Damit sind die stillgelegten Kraftwerksgebäude ebenso wie die ehemalige Siedlung gemeint. Platz braucht Enervie nur für die Klärschlammverbrennung und den Netzzugang.

Geisterdorf in Werdohl-Elverlingsen wird abgerissen

Das Geisterdorf in Werdohl-Elverlingsen am Kraftwerk wird abgerissen. Die Arbeiten haben bereits begonnen.
Das Geisterdorf in Werdohl-Elverlingsen am Kraftwerk wird abgerissen. Die Arbeiten haben bereits begonnen.
Das Geisterdorf in Werdohl-Elverlingsen am Kraftwerk wird abgerissen. Die Arbeiten haben bereits begonnen.
Das Geisterdorf in Werdohl-Elverlingsen am Kraftwerk wird abgerissen. Die Arbeiten haben bereits begonnen.
Geisterdorf in Werdohl-Elverlingsen wird abgerissen

Zunächst wollte man die Kommunalwahl im September abwarten und danach konkreter werden. Neuester Stand ist, dass der Aufsichtsrat der Enervie vor kurzer Zeit einen Beschluss zur Entwicklung von Elverlingsen als Gewerbegebiet gefasst habe. Demnach gebe es grundsätzlich zwei Optionen. Entweder kauft ein Investor das Gelände, reißt das Kraftwerk ab und vermarktet die Flächen – oder Enervie übernimmt das in eigener Regie. Zuletzt war im Auftrag der Enervie-Tochter Mark-E bereits damit begonnen worden, die neben dem Kraftwerk liegende Geistersiedlung Elverlingsen abzureißen.

Nächste Ausschusssitzung findet auf Kraftwerksgelände statt

Christoph Plaßmann hat Markus Schmidt für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am 23. Februar eingeladen. Die Sitzung wird im Blauen Salon auf dem Kraftwerksgelände stattfinden. Ustea-Vorsitzender Jürgen Henke freute sich am Montag im Rat über diese Einladung.

Plaßmann sieht nur Vorteile, wenn die Stadt dort ein eigenes Gewerbegebiet einrichten würde. Man brauche die strittigen Planungen auf Rosmart 2.0 nicht weiterführen und die später in Elverlingsen gezahlte Gewerbesteuer mit niemandem teilen. Und: Der Lenneradweg, der an der Stelle eine sehr teure Konsolenlösung vorsieht, könnte durch Elverlingsen führen.

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